Zahlreiche Browser blockieren mittlerweile Flash-Inhalte

Zahlreiche Browser blockieren mittlerweile Flash-Inhalte
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Lange Zeit galt Flash als der Standard für die Gestaltung interaktiver Webseiten. Es wurde und wird intensiv von Browserspielen, für Eingaben in Formularen oder für Menüs und zeitweilig auch von großen Plattformen, wie beispielsweise YouTube, genutzt. Doch Flash-Inhalte können, ähnlich wie JavaScript, auch für die Ausführung von Schadprogrammen missbraucht werden. Aus diesem Grund steht Flash seit längerem in der Kritik und wird sukzessiv zugunsten des Ende Oktober 2014 offiziell eingeführten HTML5-Standards abgelöst. HTML5 bietet ähnliche Funktionen, wie die Einbettung von Videos und multimedialen Inhalten, jedoch ohne dabei besonders angreifbar zu sein.

Die automatische Wiedergabe war einmal

Bereits 2015 sperrte Mozilla Firefox nach dem Bekanntwerden einer schweren Sicherheitslücke Flash-Inhalte für eine begrenzte Zeit. Diese temporäre Blockierung wurde nach einigen Monaten wieder aufgehoben, aber ab 2017 soll sie permanent in Kraft gesetzt werden. Andere Unternehmen haben sich diesem Vorgehen angeschlossen. Apples Safari verarbeitet in dem Betriebssystem MacOS Sierra schon seit Juni 2016 in den Standardeinstellungen kein Flash mehr. Google hat angekündigt, mit der Version 53 von Google Chrome nachzuziehen. Als letzter Konzern beschränkt nun auch Microsoft die Darstellung und deaktiviert die Flash-Inhalte teilweise mit dem neuen Update für den eigenen Browser Edge. Im Gegensatz zu den anderen Browsern werden diese hierbei nicht generell gesperrt, sondern die Nutzung anhand von anonymen Daten überwacht. Noch ist unklar, ob der Konzern auf eine Whitelist – das bedeutet, dass die Wiedergabe nur innerhalb vertrauenswürdiger Webseiten gestattet wird – oder auf eine Blacklist setzt, bei der lediglich Inhalte auf verdächtigen Websites blockiert werden.

Flash aktuell noch weit verbreitet

In einigen Presseberichten wurde bereits auf reißerische Weise das Ende von Flash verkündet. Angesichts der Vielseitigkeit der Programmiersprache und der immer noch sehr weiten Verbreitung dürften solche Aussagen jedoch unbegründet sein. Immerhin steht hinter dem Projekt der renommierte Softwarehersteller Adobe, der auf neu entdeckte Sicherheitslücken stets zeitnah mit Updates reagiert.

Der Druck auf Adobe Flash ist gewachsen – angesichts der enormen Verbreitung steht dennoch fest, dass derzeit noch viele Websites diese Technologie verwenden. Abgesehen davon ist der Flash Builder, die Software zum Erstellen von Flash-Inhalten, nach wie vor erhältlich. Auch wenn Flash von vielen Browsern nicht mehr direkt unterstützt wird, haben Nutzer nach wie vor die Möglichkeit, Flash-Inhalte händisch für vertrauenswürdige Homepages zu aktivieren.


Jochen Moschko

 
Jochen Moschko
SEO-Manager Exklusiv
Jochen Moschko arbeitet als SEO-Manager in der Exklusiv-Abteilung bei der FAIRRANK GmbH.