Das ist die allererste Website

Das ist die allererste Website
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Als Ende der 80er-Jahre der Siegeszug der E-Mail begann, war das World Wide Web noch gar nicht geboren. Die allererste Website ging „erst“ am 06. August 1991 online – im schweizerischen Forschungszentrum CERN. Sie ist bis heute aufrufbar.

Oft wird das „World Wide Web“ im Sprachgebrauch mit dem Internet gleichgesetzt. An dieser Stelle muss man jedoch unterscheiden: Das WWW setzt auf dem Internet auf; letzteres existiert bereits seit 1969, damals unter dem Namen „ARPANET“ vom US-Militär entwickelt.

1991 waren MS-DOS und sein Konkurrent DR-DOS die führenden Betriebssysteme. Das im Jahr zuvor erschienene Windows 3.0 war gerade dabei, sich als grafische Oberfläche zu etablieren. Daneben gab es OS/2 von IBM und grafische Oberflächen sollten einen idealen Nährboden für die neue Erfindung aus dem CERN darstellen.


Die erste Webseite im Netscape Browser unter Windows 3.1

Während der Begriff „Internet“ das Netz an sich bezeichnet, auf dem auch die E-Mail-Technologie aufsetzt, besteht das World Wide Web aus sogenannten „Hypertext-Dokumenten“, die durch sogenannte „Hyperlinks“ miteinander verknüpft sind. Dadurch wird das einfache Springen von einem Dokument zum anderen ermöglicht.

Um online solche „Hypertext-Dokumente“ – auch unter dem Namen „Webseite“ bekannt – anzeigen zu können, benötigte man ein Modem zur telefonischen Einwahl bei einem Internetprovider – und einen Webbrowser. Der erste große Vertreter dieser Art war der erstmals 1994 erschienene „Netscape“-Browser. Zwar gab es anfangs auch DOS-basierte Webbrowser die im Textmodus liefen, aber mit anklickbaren Links und Bildern war das „Surfen“ im Word Wide Web deutlich angenehmer.

Die Zahl der Webseiten stieg sprunghaft an, doch wie findet man eigentlich interessante Informationen, wenn man die entsprechende Adresse (URL) nicht kennt? Die Lösung lautete: Suchmaschinen. Im Dezember 1995 wurde von der japanischen Digital Equipment Corporation die Suchmaschine „Altavista“ online gestellt. Mit ihrer Hilfe konnte man – wie heute bei Google – einfach nach Stichworten suchen und erhielt passende Webseiten als Treffer.
Ein paar Jahre später wurde Altavista von Google überholt und 2013 eingestellt.

Beeindruckend am sogenannten W3-Projekt („WWW“) ist auch die Liste der involvierten Personen – es werden ganze 20 Namen genannt, darunter auch Tim Berners-Lee, der als eigentlicher Erfinder gilt. Im Abspann von fast jedem modernen Computerspiel finden sich deutlich mehr Namen. Allerdings verschwinden nicht wenige in der Versenkung – Das World Wide Web hat das Gegenteil geschafft.

Die erste Website finden Sie übrigens hier.


Jochen Moschko

 
Jochen Moschko
Senior SEO-Manager
Jochen Moschko hat Informationswirtschaft studiert. Er ist unter anderem seit 10 Jahren im Bereich SEO tätig und betreut als Senior SEO-Manager Exklusiv-Kunden für die FAIRRANK GmbH.