Android P soll im Spätsommer kommen

Android P
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Berichten zufolge soll ab Spätsommer bereits Googles neue Version des Betriebssystems für mobile Geräte zur Verfügung stehen. Vor Kurzem wurde eine Vorschau der neuen Version des Android-Betriebssystems – „Android P“ – für Entwickler zur Verfügung gestellt. Das Betriebssystem wartet mit zahlreichen Neuerungen, etwa bei der Lautstärke-Steuerung oder bei den Schnelleinstellungen, auf. Wir haben uns die Vorschau-Version angeschaut.

Die Lautstärke-Steuerung

Die überarbeitete Lautstärke-Steuerung ermöglicht es, die Medienlautstärke sowie die Lautstärke des Klingeltons am rechten Bildrand separat einzustellen. Dadurch kann die Lautstärke einfacher und unkomplizierter als bisher eingestellt werden. Zudem gibt es unter Android P zwei neue Bedienfelder, mit denen zwischen Stummschaltung, Vibrationsalarm und Klingeln gewechselt werden kann.

Die Schnelleinstellungen

Die Änderungen bei den Schnelleinstellungen führen vor allem dazu, dass der Nutzer nun deutlicher und leichter erkennen kann, welche Einstellungen aktiv sind, da diese nun optisch hervorgehoben werden. Daneben wird die Uhrzeit unter Android P nicht mehr am rechten, sondern am linken Bildrand angezeigt. Auch die automatische Displaydrehung wurde durch ein neues Feature angepasst und führt zu einer leichteren Bedienung.

Erneuerte Optionen für Benachrichtigungen

Android P schlägt dem Nutzer automatische Schnellantworten bei eingehenden Nachrichten vor. Was bislang nur zusätzliche Apps geleistet haben, soll jetzt Einzug in das Betriebssystem erhalten. Zudem sollen auch Fotos und Sticker künftig in der Benachrichtigungszeile angezeigt werden können.

Weitere nennenswerte Neuerungen

Neben den bereits erwähnten Neuerungen spart Android P nicht mit zahlreichen anderen Neuerungen. Darunter fallen einige optische Veränderungen, die für ein gesteigertes Maß an Übersichtlichkeit sorgen sollen. Ein weiterer Pluspunkt wird die einfachere Erstellung von Screenshots und die Verbesserung bei der Markierung von Text sein.

Zudem wird der Energiesparmodus leichter anpassbar sein als bisher. Auch die Leistungsfähigkeit soll deutlich verbessert werden, indem Anwendungen weniger Platz im Zwischenspeicher erfordern und schneller gestartet werden.

Fazit

Auch wenn möglicherweise manches liebgewonnene Feature entfällt, dürfte das durch die Anzahl an sinnvollen Neuerungen deutlich kompensiert werden und beim Nutzer für ein besseres Anwendungserlebnis sorgen, von dem er unter dem Strich profitieren wird.

Allerdings stellt sich die Frage, ob eine Veröffentlichung so schnell nach „Android O“, das erst letztes Jahr auf den Markt kam, zielführend ist. Diese Version hatte im April 2018 erst einen Marktanteil von 4,6 Prozent. Smartphone-Besitzer nutzen ihre Geräte heute länger, auch wenn sie schon einige Jahre alt sind. Die ständige Veröffentlichung neuer Versionen führt zu einem fragmentierten Markt, der aus vielen „Splitterversionen“ besteht und erschwert es Entwicklern, mit der rasanten Entwicklung mitzuhalten. Diese müssen ihre Apps auf immer mehr unterschiedlichen Versionen des Betriebssystems testen und ggf. daran anpassen, was den Aufwand zusätzlich erhöht. Die Frage, ob und wann Nutzer das Update auf Android P erhalten, entscheidet sich beim Hersteller des jeweiligen Geräts. Wenn dieser kein Update auf die neue Version ermöglicht, ist die technische Ausstattung schnell veraltet. Längere Pausen vor der Veröffentlichung neuer Versionszweige wären daher wünschenswert.


Jochen Moschko

 
Jochen Moschko
SEO-Manager Exklusiv-Abteilung
Jochen Moschko arbeitet als SEO-Manager in der Exklusiv-Abteilung bei der FAIRRANK GmbH.