Angetestet: Microsoft Edge für iOS und Android

Microsoft Edge für iOS

Zusammen mit Windows 10 hat der Webbrowser „Microsoft Edge“ vor drei Jahren das Licht der Welt erblickt. Hier löst er den Internet Explorer als Standardbrowser ab. Edge erhielt eine zeitgemäße und leicht bedienbare Benutzeroberfläche und eine neue Rendering-Engine. Allerdings wurden auch einige ältere Technologien über Bord geworfen, so wird beispielsweise ActiveX nicht mehr unterstützt.

Vermutlich auch deshalb bietet Edge eine hohe Performance. Seiten werden sehr schnell geladen und wer sein Notebook oder Tablet unterwegs nutzt, kann sich über einen deutlich geringeren Akkuverbrauch freuen, als es bei den meisten Browsern der Konkurrenz der Fall ist.

Wer Zuhause oder im Büro online einen Artikel liest, kann ihn dank Synchronisierung unterwegs auf einem anderen Windows-Gerät weiterlesen. Jetzt wird der Browser auch für Apples iOS- und Googles Android-Betriebssystem angeboten. Im Google Play Store wurde er bereits mehr als 1 Mio. Mal heruntergeladen. Wir haben ihn auf einem iPad angetestet.

Ein erster Blick auf Edge für iOS

Als Betriebssystem kam iOS 11.2.6 zum Einsatz. Nachdem wir Edge aus dem App Store heruntergeladen und gestartet haben, erscheint die Frage, ob man sich mit seinem Microsoft-Konto anmelden möchte. Tut man das, reiht sich das iPad quasi in die Reihe der eigenen Windows 10-Geräte ein und man kann Webseiten geräteübergreifend besuchen.Wir haben uns gegen eine Anmeldung entschieden, was der Browser auch ohne „Widerspruch“ akzeptiert. Selbst beim nächsten Start fragt er nicht mehr nach. Über das Menü kann man die Anmeldung auch später noch nachholen.

Microsoft Edge für iOS

Was direkt auffällt ist, dass der Browser sehr flüssig läuft. Gerade unter iOS 11, wo Apples Safari schonmal hakt. Wenn mehrere Tabs geöffnet sind, lassen sich diese per Fingerbedienung flüssig hin- und herschieben. Auch auf umfangreichen Webseiten kann man flüssig hoch- und herunterscrollen. Wenn man schnell scrollt, dauert es allerdings schonmal 1-2 Sekunden, bis der entsprechende Teil der Seite angezeigt wird, aber das Scrollen an sich hakt kein bisschen.

Fazit

Es ist beeindruckend, wie flüssig und stabil die erste Version des Browsers für iOS läuft. Vorteilhaft ist ebenfalls, dass kein Zwang zur Anmeldung mit einem Microsoft-Konto besteht, denn nicht jeder Nutzer dürfte es mögen, wenn sein Browserverlauf über einen Server auf seine anderen Geräte übertragen wird.

Im Januar 2018 hatte Edge in Deutschland einen Marktanteil von 6,4 Prozent. Seit seinem Erscheinen vor drei Jahren steigt sein Marktanteil zwar langsam, aber kontinuierlich. Den größten Marktanteil hat Google Chrome mit mehr als 37 % – kürzlich führte noch Mozilla Firefox die Statistik an. Trotz des vielgelobten „Quantum“-Updates Ende 2017 hat der Marktanteil des Firefox weiter nachgelassen und liegt nun bei rund 27 %. Mit Edge für iOS und Android hat Google Chrome jetzt einen weiteren, ernstzunehmenden Mitstreiter dazubekommen.

Hier erhalten Sie Microsoft Edge für iOS und für Android.


Jochen Moschko

 
Jochen Moschko
SEO-Manager Exklusiv
Jochen Moschko arbeitet als SEO-Manager in der Exklusiv-Abteilung bei der FAIRRANK GmbH.