Google: Eigenes Eingabefeld für Thesaurus und Wörterbuch

Google: Eigenes Eingabefeld für Thesaurus und Wörterbuch
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Manchmal weiß man genau, was man ausdrücken möchte, arbeitet aber lange an der richtigen Formulierung. Hier helfen ein Thesaurus und ein Wörterbuch weiter. Mit einem Thesaurus kann man synonyme Wörter zu einem bestimmten Begriff finden. In einem klassischen Wörterbuch kann man die korrekte Schreibweise eines Begriffs nachschlagen.

Es ist eine Vielzahl an Thesauri verfügbar – der bekannteste dürfte der aus Microsoft Office sein. Es gibt aber auch onlinebasierte Varianten, wie den „Open Thesaurus“. Unter den Wörterbüchern dürfte das geläufigste Exemplar der Duden sein.

Genau diesen beiden hat Google jetzt ein eigenes Suchfeld spendiert. Wenn Sie in das Google-Suchfeld „openthesaurus“ oder „Duden“ eingeben, öffnet sich ein Extra-Eingabefeld für Begriffe:

Wenn man in dieses Eingabefeld nun einen beliebigen Begriff eingibt, beispielsweise „Haus“, würde man als Nutzer erwarten, entsprechende Ergebnisse direkt in der Suchergebnisseite eingebettet zu erhalten. Stattdessen führt Google jedoch eine Site-Abfrage auf entsprechenden Domain durch:

Durch einen Klick auf ein Suchergebnis gelangt man dann zur entsprechenden Seite auf openthesaurus.de oder duden.de.

Google erspart den Nutzern einen Klick

Google präsentiert hier eine interessante Lösung. Auf der einen Seite kann man sagen, dass Google einen Schritt hätte weitergehen können, denn die eigentlichen Inhalte werden nicht innerhalb der SERP präsentiert, sondern bedürfen eines weiteren Klicks, der zur jeweiligen Seite führt. Auf der anderen Seite ist aber genau diese Lösung richtig, weil die jeweiligen Websites Werbung enthalten, mit denen ihre Betreiber vermutlich Werbeeinnahmen erzielen.

In der Vergangenheit wurde an Google immer wieder Kritik geübt, wie beispielsweise vor einigen Jahren in der Diskussion um „Google News“. Damals ging es darum, dass auf Google-Seiten angerissene Artikel angezeigt werden, ohne dass die Verlage hierdurch Werbeeinnahmen erzielen, weil ein Nutzer deren Seite nicht aufrufen muss, wenn er sich beispielsweise nur einen Nachrichtenüberblick verschaffen möchte. Hieraus ist letztendlich das Leistungsschutzrecht für Verleger hervorgegangen, das seitdem ebenfalls immer wieder Gegenstand von Kritik ist.

Die Lösung mit dem separaten Textfeld macht dennoch Sinn: Hierdurch werden Google-Nutzer dazu ermuntert, das Angebot von openthesaurus oder des Dudens zu nutzen und letztendlich werden sie zu deren Internetangeboten weitergeleitet, was für beide Anbieter gut ist.


Jochen Moschko

 
Jochen Moschko
SEO-Manager Exklusiv-Abteilung
Jochen Moschko arbeitet als SEO-Manager in der Exklusiv-Abteilung bei der FAIRRANK GmbH.