Windows 10 auf ARM-Prozessoren

Windows 10 auf ARM-Prozessoren
© Microsoft Newsroom

Auf dem Qualcomm Technology Summit auf Hawaii haben Qualcomm und Microsoft eine neue Gerätekategorie mit der Bezeichnung „Always Connected PC“ vorgestellt.

Hinter diesem Namen verbirgt sich ein sehr interessantes Konzept, das den PC gegenüber Chromebooks und Android-Tablets konkurrenzfähiger machen soll. Statt klassischen x86- bzw. x64-Prozessoren werden preisgünstige und energiesparende Chips von Qualcomm verbaut, die auf der ARM-Architektur basieren. Die Akkulaufzeit soll selbst bei ständiger LTE-Verbindung bis zu 20 Stunden betragen. Geräte sollen beim Einschalten sofort verfügbar sein – ohne Bootvorgang. Die Anmeldung soll, wie bei High-End-Geräten, auch via Gesichtserkennung möglich sein („Windows Hello“).

Und das Beste: Wer beim Stichwort „ARM“ an Windows RT denkt – man konnte auf dieser abgespeckten Windows-Variante lediglich Apps aus dem Windows Store installieren – dem sei gesagt, dass diesmal auch klassische Desktop-Anwendungen lauffähig sind. Ein integrierter Emulator macht es möglich.

Dank dieser Features könnte die neue Geräteklasse ein durchschlagender Erfolg werden. Unterwegs ist man mit LTE online, der Akku hält lange durch und quasi jede für die Windows-Plattform verfügbare Anwendung kann genutzt werden. Laut Benchmark-Tests könnte die Ausführgeschwindigkeit von Win32-Anwendungen aufgrund der Emulation etwas geringer ausfallen, aber gerade bei Büroanwendungen ist das kein ausschlaggebendes Kriterium. Hier überwiegen ganz klar die Vorteile der Kompatibilität.

Zu den ersten Herstellern dieser Geräte sollen HP, Lenovo und Asus gehören.


Jochen Moschko

 
Jochen Moschko
SEO-Manager Exklusiv
Jochen Moschko arbeitet als SEO-Manager in der Exklusiv-Abteilung bei der FAIRRANK GmbH.