Firefox Quantum im Test

Firefox Quantum im Test
Firefox Quantum im Test

Vor einiger Zeit wurde seitens Mozilla eine grundlegende Überarbeitung des Webbrowsers „Firefox“ angekündigt. Die ist auch notwendig, denn Firefox verliert immer mehr Marktanteile an Google Chrome. Vor wenigen Monaten erschien bereits ein Update, mit dem der Browser schneller und effizienter gemacht wurde. Nun wurde er im Zuge des neuen „Quantum“-Updates rundumerneuert.

Wer die neue Version 57 installiert, erlebt eine angenehme Überraschung: Nach dem Start des Webbrowsers, der sehr schnell von statten geht, erwartet den Nutzer eine überarbeitete und frische Benutzeroberfläche. Beim Herumklicken durch Tabs, Webseiten und Funktionen reagiert der Browser fast ohne Verzögerung und macht einen agilen und flotten Eindruck.

Ein Blick in den Windows-Taskmanager zeigt, dass die neue Version sehr ressourcenschonend arbeitet. Hier hat man bei Mozilla wirklich großartige Arbeit geleistet. Das Menü rechts oben wirkt aufgeräumt und übersichtlich. Auch die klassische Menüleiste, zu der man durch Drücken der Alt-Taste gelangt, ist auch in der neuen Version vorhanden. Google Chrome hingegen hat keine klassische Menüleiste, was einen – insbesondere als Profiuser – ausbremsen kann.

Wo sind meine Add-ons?

Ein Punkt, der einem als Firefox-Nutzer immer wieder übel aufstößt, ist das Nicht-Funktionieren von Add-ons nach manchen Firefox-Updates. So funktionieren auch nach dem Update von Version 56 auf 57 einige Add-ons nicht mehr. In der „Add-ons-Verwaltung“ listet Firefox unter „Alter Add-on-Typ“ alle Add-ons auf, die in der neuen Version nicht mehr funktionieren und schlägt sogar Alternativen vor.

Aber ist das ein (Quantum) Trost dafür, dass wieder mal zahlreiche Add-ons über die Klippe gehen? Ein Ökosystem, sei es das eines Betriebssystems oder eines Webbrowsers, lebt von den dafür erhältlichen Anwendungen und – im Falle von Firefox – Add-ons. Diese Politik verärgert nicht nur die Nutzer, sondern macht auch den Entwicklern das Leben unnötig schwer, da deren Add-ons immer wieder aktualisiert werden müssen, damit sie weiterhin lauffähig bleiben. Bei Mozilla täte man gut daran, zukünftig mehr Wert auf die Abwärtskompatibilität von Add-ons zu legen. Denn nicht jeder Nutzer hat die Zeit, das Wissen und die Nerven, nach jedem größeren Update seine gewohnte Umgebung wiederherzustellen.

Fazit

Trotz aller Kritik bezüglich des vorhergehenden Punkts muss gesagt werden, dass das Update auf „Firefox Quantum“ sehr lohnenswert ist. Unserer Meinung nach hat der Browser jetzt das nötige Potenzial, um sich Marktanteile von Google Chrome zurückzuholen.


Jochen Moschko
 

 
Jochen Moschko
SEO-Manager Exklusiv
Jochen Moschko arbeitet als SEO-Manager in der Exklusiv-Abteilung bei der FAIRRANK GmbH.