Amazon Echo vs. Google Home

Amazon Echo vs. Google Home
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Nachdem Amazon vergangenes Jahr seinen Assistenten „Amazon Echo“ in Deutschland auf den Markt gebracht hat, legt Google mit seinem Produkt „Google Home“ jetzt nach. Beide Geräte haben keinen Bildschirm und reagieren auf Spracheingaben. Ihre Sprachassistenten sollen Nutzern im Alltag helfen. Unter anderem können sie Musik abspielen, Einkaufslisten erstellen, Termine notieren, Fragen beantworten und Stauwarnungen herausgeben. Wir haben uns beide Geräte angeschaut.

Amazon Echo sieht aus wie ein klassischer Lautsprecher. Er ist in schwarz, weiß und silber verfügbar und ist aktuell schon ab 130 Euro erhältlich. Mit Hilfe seines Sprachassistenten „Alexa“ kann er Musik abspielen, Fragen beantworten, Verkehrsmeldungen, Nachrichten und sogar Hörbücher vorlesen und mithilfe von „Smart Home“ auf Wunsch auch Funktionen wie die Heizung, das Licht und sogar die Jalousien im Haus steuern. Im Alltag dürften die meisten Nutzer hauptsächlich den Wecker, die Musikfunktion oder die Einkaufsliste verwenden. Letztere kann man nutzen, um direkt Produkte bei Amazon bestellen. Mittlerweile liegen viele Apps bzw. sogenannte „Skills“ vor, die von Alexa genutzt werden können. Schade ist, dass der Amazon Fire-TV-Stick noch nicht mit dem Gerät kompatibel ist. Gerüchten zufolge soll jedoch demnächst ein Update erscheinen, welches an dieser Stelle Abhilfe schafft.

Google Home profitiert von der hauseigenen Suchmaschine

„Google Home“ enthält im Prinzip die gleichen Funktionen wie sein Pendant von Amazon. Es ist in den typischen Google-Farben gehalten, für die Lautsprecherabdeckung stehen jedoch verschiedene Farbtöne zur Auswahl. Das Gerät kostet ebenfalls rund 150 Euro. Bei Home können durch verschiedene Apps, bei Google „Conversations“ genannt, Musik gestreamt, Fragen gestellt, Einkaufslisten erstellt und der eigene Smart TV bedient werden. Stellt man beiden Geräten allgemeine Fragen, so schneidet Google Home derzeit besser ab. Auch "Conversations", also spezielle Apps für dieses Gerät, stehen bereits in Massen zur Verfügung.

Beide Modelle können eine Hilfe für den Alltag sein, sind aber noch deutlich ausbau- und verbesserungsfähig. Amazon wird bald eine neue Version von Echo veröffentlichen. Durch die ständig aktive Verbindung mit dem Internet werden automatisch Updates geladen und das System ständig verbessert. Manchen Datenschutzexperten ist diese ständige Onlineverbindung ein Dorn im Auge, da es theoretisch quasi denkbar wäre, dass Gespräche aufgezeichnet und mitgehört werden könnten. Allerdings ist das sehr unwahrscheinlich. Erstens, weil der Nutzer dies durch eine Überwachung seines Netzwerkverkehrs schnell bemerken würde und zweitens, weil beide Geräte erst dann anfangen „zuzuhören“, wenn man sie gezielt anspricht. Wir haben beide Geräte getestet und finden, dass Google Home mehr Humor hat , Amazons Alexa hingegen praktischer beim Shoppen ist, da es direkt auf die bei Amazon verfügbaren Produkte zugreifen kann. Bald wird Apple mit seinem HomePod als weiterer Mitbewerber dazustoßen.

Auch wenn die beiden getesteten Geräte hier und da noch Schwächen aufzeigen, so taugen sie als Helferlein für den Alltag auf jeden Fall – und sorgen für Unterhaltung, wenn sich mehrere Personen im Raum befinden. ;-)



Jochen Moschko

 
Jochen Moschko
SEO-Manager Exklusiv
Jochen Moschko arbeitet als SEO-Manager in der Exklusiv-Abteilung bei der FAIRRANK GmbH.