iOS 11: Das ist neu

iOS 11: Das ist neu
© Apple Press Info

Seit dem 19. September ist iOS 11 verfügbar und hält einige Neuerungen für die Nutzer bereit. Zum einen gibt es komplett neue Funktionen, zum anderen verstecken sich in den Tiefen der Einstellungen viele kleinere Innovationen.

iOS 11 steht den Nutzern, wie immer, kostenlos zur Verfügung. Das Update gilt für alle neueren iPhones ab dem 5s und für sämtliche iPads (12,9" iPad Pro der 2. Generation, 12,9" iPad Pro der 1. Generation, 10,5" iPad Pro, 9,7" iPad Pro, iPad Air 2, iPad Air, iPad der 5. Generation, iPad mini 4, iPad mini 3, iPad mini 2 sowie für den iPod touch der 6. Generation).

Zwei größere Neuerungen beziehen sich auf die Kamera. Diese enthält nun einen integrierten QR-Code-Scanner sowie eine Funktion, um über die Notizen-App Dokumente einzuscannen. Anschließend kann man diese auch noch bearbeiten und unterschreiben, das ist sogar handschriftlich möglich.

Außerdem gibt es neue Möglichkeiten den iCloud-Speicher zu nutzen. Man kann diesen mit der Familie teilen und zwei statt einem Terabyte Speicherplatz für 10 Euro im Monat erwerben.

Simpler WLAN-Zugang

Auch die Einrichtung eines neuen iOS-Gerätes geht nun viel einfacher von der Hand. Um die Apple-ID und WLAN-Einstellungen zu übernehmen reicht es, das neue Gerät an das alte zu halten. So werden die Daten automatisch übertragen. So ähnlich funktioniert nun auch das Teilen eines WLAN-Zugangs. Wenn sich ein iPhone mit einem neuen Netzwerk verbinden soll, muss es sich nur in der Nähe eines bereits verbundenen Gerätes befinden. Der Nutzer kann das WLAN dann freigeben, ohne sein Passwort preisgeben zu müssen.

Ein weiteres Gimmick ist die Einhandtastatur. Durch das längere Drücken des Emoji-Symbols rückt die ganze Tastatur Richtung Daumen. Dadurch soll es möglich sein, Nachrichten auch bequem mit einer Hand zu tippen.

Auch die Funktion zum Erstellen von Screenshots wurde erweitert. Mit iOS 11 kann man nämlich nun auch Videos von dem Bildschirm aufnehmen und speichern. Außerdem kann man die Screenshots direkt bearbeiten und teilen.

Das Kontrollzentrum hat sich optisch stark verändert. Die einzelnen Einstellungen sind anders und in kleineren Kacheln angeordnet. Des Weiteren kann man festlegen, welche Einstellungen man in welcher Reihenfolge sehen möchte.

„Beim Fahren nicht stören“

Eine weitere neue Funktion ist „Beim Fahren nicht stören“. Dabei zeigt das iPhone während der Fahrt keine Nachrichten an. In den Einstellungen kann man verwalten, ob sich „Beim Fahren nicht stören“ automatisch einschalten soll oder nicht. Außerdem kann man noch festlegen, ob automatisierte Nachrichten an Anrufer verschickt werden sollen oder ob Nachrichten von Favoriten dennoch angezeigt werden sollen.

Neben diesen größeren Neuerungen und Innovationen gibt es allerhand kleine Details, die geändert wurden. Zum Beispiel befindet sich der Menüpunkt „Automatische Helligkeit“ nicht mehr an seinem gewohnten Platz. Man findet ihn nun unter Bedienungshilfen. Dort gibt es auch den neuen „Dark Mode“. Dieser funktioniert im Grunde wie die Funktion „Farben umkehren“, geht dabei aber intelligenter vor und kehrt nicht alles um. Allerdings funktioniert dies in einigen Apps noch nicht ganz so gut – Apps, die vorher in einem eleganten Dunkelgrau erschienen, werden jetzt in leuchtendem Weiß angezeigt.

Insgesamt fällt das erste Feedback zu iOS 11 positiv aus. Lediglich einige Einstellungen sind nun nicht mehr so leicht zu finden. Gelobt wurde aber, dass die Server dem Ansturm standgehalten haben und das Update zügig und schneller als in den Vorjahren lud. Hinzukommend funktioniert iOS 11 auf vielen Geräten ein wenig schneller und flüssiger als sein Vorgänger.


Sophia Köster