Unterstützung für Flash wird Ende 2020 eingestellt

Unterstützung für Flash wird Ende 2020 eingestellt
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 Der US-amerikanische Softwareentwickler Adobe wird die Entwicklung seines Flash-Players nicht weiter vorantreiben. Über mehrere Jahrzehnte hinweg war die Technologie eine der wichtigsten Plattformen, wenn es darum ging, Webseiten mit animierten Grafiken und Videos zu versehen. Wie der Konzern nun offiziell bekannt gab, soll Ende 2020 Schluss sein.

Flash hat im Laufe seiner mehr als 20-jährigen Geschichte viele Veränderungen erfahren. Erfinder des Programms war einst das US-Unternehmen Macromedia, welches im Jahr 2005 von Adobe übernommen wurde. Zur damaligen Zeit war der Flash-Player auf nahezu allen Rechnern installiert und zahlreiche Webseiten waren mit Flash-basierten Animationen versehen. Viele Internetauftritte begrüßten ihre Besucher damals mit einer Flash-Animation samt typischen „Skip Intro“-Button, mit dem man direkt zur nächsten Seite springen konnte.

Steve Jobs läutete das Ende von Flash mit ein

Als 2007 das iPhone und 2010 das iPad das Licht der Welt erblickten, sank jedoch die Beliebtheit von Flash rapide, da der damalige Apple-Chef Steve Jobs den Flash-Player für diese eigenen Geräte kategorisch ablehnte, was einiges Aufsehen erregte. Zur selben Zeit wurde vom W3C der HTML5-Standard entwickelt, der fast alle Funktionen anbietet, wofür einst Flash zusätzlich benötigt wurde.

Gleichzeitig wurde der Einsatz von Flash im Hinblick auf die Suchmaschinenoptimierung von Webseiten kritisch hinterfragt. Zwar existieren Workarounds, mit denen Flash-Animation auch für bestimmte Suchmaschinen, darunter Google, indexierbar gemacht werden können, so elegant und effektiv wie in reinem HTML-Code ist das jedoch nicht.

Bereits vor dem endgültigen Schlussstrich Ende 2020 wollen die Anbieter quasi aller gängigen Webbrowser die Ausführung von Flash-Inhalten stark einschränken und diese erst nach Einwilligung des Nutzers ausführen. In einigen Browsern ist dies bereits jetzt schon der Fall.

In den letzten Jahren geriet Flash immer wieder wegen Sicherheitslücken in die Schlagzeilen. Von einigen Webbrowsern wurde das Flash-Plugin immer häufiger blockiert, bis ein Update verfügbar war, mit welchem die offenen Sicherheitslücken geschlossen wurden.


Jochen Moschko

 
 
Jochen Moschko
SEO-Manager Exklusiv
Jochen Moschko arbeitet als SEO-Manager in der Exklusiv-Abteilung bei der FAIRRANK GmbH.