Das „Internet of Voice“

Das „Internet of Voice“
© Neyro / Fotolia.com / FAIRRANK

Die Verwendung der Sprache bei Anfragen im Internet oder bei der Steuerung digitaler Assistenten wird immer wichtiger. Der maximale Komfort wird erreicht, wenn man mit wenigen Worten das gewünschte Ergebnis erzielen kann. Ob Suchanfrage im Netz oder das Abspielen von Songs, die Spracherkennungssoftware ist mittlerweile so gut, dass sie den Alltag optimal ergänzen kann.

Die Sprachassistenten werden immer besser

Die steigende Akzeptanz für sprachgesteuerte Assistenten liegt sicher in der radikal gesunkenen Fehlerrate bei der Sprach-Erkennung. Im Vergleich zu 2013, als beispielsweise bei Google noch knapp ein Viertel aller Spracheingaben falsch verstanden wurden, ist diese Rate auf rund 8 % gesunken. Sogar einfache Dialekte und Umgebungsgeräusche stellen mittlerweile nur noch selten ein Problem dar.

Auch die wachsende Mobilität der Geräte selbst führt zu einer weiteren Verbreitung: Uhren, Autos, Armbänder, Smartphones, physische Assistenten, Haushaltsgeräte, Kleidung und vieles mehr, unsere direkte Umwelt wird mehr und mehr „smart“ und digital. Die Benutzung wird so zur lockeren Selbstverständlichkeit, man fragt nach dem Weg, sucht etwas im Netz oder kommuniziert mit anderen Personen.

Es tobt ein stiller Krieg um die Vorherrschaft bei Sprachsteuerung

Im Krieg um die Vorherrschaft will jeder der Erste sein – nicht unbedingt der Beste, aber derjenige, der am nächsten am Kunden ist und damit die Rolle des Gatekeepers übernehmen kann. Der Gatekeeper besitzt das gerade angesagteste Gadget, die App, das Gerät, das am meisten verwendet wird. Die Mitbewerber bekommen nur schwer Zugang oder müssen draußen bleiben.

Die Webseite Google.de mag langfristig an Aufrufen verlieren, jedoch nicht die Google-Suche selbst, wenn diese anderweitig implementiert ist. Ein gutes Beispiel ist Google Maps, das beinahe zum Standard Standort-Ermittlungen geworden ist, was sehr gut über die Spracheingabe funktioniert.

Microsoft hingegen versucht seinen Marktanteil durch die Kopplung von Cortana mit Windows 10 auszubauen, was ein geschickter Schachzug ist und dem Konzern einen ordentlichen Vorsprung verschaffen kann. Apple setzt auf Siri, während Facebook seinen digitalen Assistenten Facebook M so aufzubauen versucht, dass die Bindung von Nutzern an die Plattform noch stärker wird. Amazon nutzt Echo und IBM investiert weiter in Watson.

Fazit:

Sprachsteuerung und Sprachsuche nehmen in unserem Alltag eine immer stärker werdende Rolle ein. Welche Technologien sich dauerhaft durchsetzen, wird die Zukunft zeigen. Es ist denkbar, dass die großen Anbieter nebeneinander existieren und jeder sich auf seine Nische konzentriert.

Werfen Sie auch einen Blick in unser Video zum Thema „Sprachsuche“:




Jochen Moschko

 
Jochen Moschko
SEO-Manager Exklusiv
Jochen Moschko arbeitet als SEO-Manager in der Exklusiv-Abteilung bei der FAIRRANK GmbH.