Versand von Werbemails – was ist erlaubt und was nicht?

Versand von Werbemails – was ist erlaubt und was nicht?
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Auch in der heutigen Zeit ist ein Großteil aller versendeten E-Mails Werbung oder Spam. Dabei erscheint es insbesondere dem Laien so, als wäre der Versand von Spam-Mails keinen gesetzlichen Regelungen unterworfen. Dass dies allerdings nicht so ist, zeigt ein Urteil aus den USA. Hier wurde ein Spammer als Wiederholungstäter zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten verurteilt. Doch was ist beim Versand von Werbemails in Deutschland erlaubt und was nicht?

Wann dürfen Werbemails verschickt werden?

Bei Werbung per Telefon oder per Fax ist allgemein bekannt, dass diese nicht ohne ausdrückliche Einwilligung des Betroffenen erfolgen darf. Dasselbe gilt in Deutschland auch für das E-Mail-Marketing, also den Versand von Werbemails. Diese dürfen erst dann verschickt werden, wenn der Empfänger dieser Art der Werbung ausdrücklich zugestimmt hat. Zudem kann bereits der Versand einer einzigen, unerwünschten Werbemail eine teure Abmahnung nach sich ziehen.

Besser auf Nummer sicher gehen

Wer E-Mail-Marketing betreibt und einen regelmäßigen Newsletter verschickt, sollte das sogenannte Double-Opt-In Verfahren wählen, um sich rechtlich abzusichern. Dieses bedeutet für den Empfänger einmalig mehr Aufwand, hier gilt allerdings die Devise „Sicher ist sicher“. Bei diesem Verfahren trägt der zukünftige Newsletter-Empfänger seine E-Mail Adresse ein, anschließend wird an diese Adresse eine E-Mail gesendet, die einen Link zur Aktivierung enthält. Erst, wenn der Nutzer diesen Link anklickt, wird seine E-Mail-Adresse in den aktiven Newsletter-Verteiler aufgenommen. Durch dieses Verfahren wird das Anmelden einer fremden E-Mail-Adresse verhindert.

Unterschiede bei einer Geschäftsbeziehung

Etwas anders sieht es mit den rechtlichen Regelungen für den Versand von Werbemails jedoch bei einer Geschäftsbeziehung aus. Denn hier erlaubt das UWG in engen Grenzen einen Versand von Mails, ohne dass der Empfänger ausdrücklich zugestimmt haben muss. Allerdings existieren diesbezüglich einige Regelungen, die man sich genau ansehen sollte. So darf der Kunde im Vorhinein natürlich nicht der Werbekontaktaufnahme widersprochen haben, zudem muss der Versender die E-Mail-Adresse zeitnah im Zuge des geschäftlichen Kontaktes, bspw. dem Verkauf eines Produkts, erhalten haben. Inhalt der versendeten Mails dürfen ausschließlich eigene Produkte oder Dienstleistungen sein. Zudem muss der Empfänger ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass er jederzeit das Recht hat, der Werbezustellung zu widersprechen. Dieser Hinweis muss in jeder versendeten E-Mail zu finden und natürlich kostenlos für den Kunden möglich sein.
 


Dieser Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, auch stellt er keine Rechtsberatung dar. Er soll lediglich Orientierung bieten.

Jochen Moschko

 
Jochen Moschko
SEO-Manager Exklusiv
Jochen Moschko arbeitet als SEO-Manager in der Exklusiv-Abteilung bei der FAIRRANK GmbH.