Android und Windows erweitern ihren Horizont

Android und Windows erweitern ihren Horizont
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Die Grenzen zwischen mobilen und stationären Computern verlieren zunehmend an Bedeutung. Sowohl Google wie auch Microsoft wollen ihre Betriebssysteme flexibler gestalten, was ihre Einsatzgebiete angeht. Bislang entschied die Prozessorarchitektur über die verwendete Oberfläche: Android war auf energieeffiziente ARM CPU zugeschnitten, die leistungsfähigeren x86- und x64-Prozessoren verwendeten hingegen fast ausschließlich Microsoft Windows. Wie es aussieht, wird diese Trennung dieses Jahr aufgebrochen.

Android 8.0 verspricht eine höhere Kompatibilität

Branchenkenner gehen davon aus, dass Google bereits im ersten Quartal 2017 eine Preview und eine Entwicklerversion seines neuen Updates vorstellen wird. Noch ist allerdings nicht einmal der Name bekannt - relativ sicher ist nur, dass er nach Android 7.0 Nougat mit einem „O“ beginnen wird. Dennoch sind schon diverse andere Details durchgesickert. So soll das Update eine stärkere Verzahnung mit dem ebenfalls von Google entwickelten Betriebssystem Chrome OS bieten. Letzteres wird bereits auf Netbooks und Laptops eingesetzt. Darüber hinaus soll sich die Android Plattform mit dem Codenamen „Andromeda“ ebenfalls für den Einsatz auf Notebooks, PC und Convertible Table Computer eignen. Das soll eine Synchronisierung von Nachrichten und Anwendungen über alle unterschiedlichen Geräte hinweg ermöglichen. Eine intelligente Priorisierung soll dabei bewirken, dass bevorzugt das Gerät einen Eingang meldet, das aktuell in Benutzung ist.

Microsoft entwickelt den „Cellular PC“

Microsoft stellt Windows auch als mobile Plattform für Smartphones und Tablet PCs zur Verfügung. Das größte Problem bestand bisher jedoch darin, dass das Betriebssystem wegen des Einsatzes von ARM-Prozessoren nicht mit Win32-Anwendungen für den Desktop kompatibel war. Der „Cellular PC“ soll dies ändern, indem er eine Emulation von x86 Prozessoren mit 32 oder 64 Bit integriert. Zuerst soll das neue Feature nur speziellen, leistungsstarken Snapdragon-Prozessoren des Herstellers Qualcomm zu Gute kommen. Die Performance dürfte trotz vier oder mehr Prozessorkernen eingeschränkt sein, denn die simulierte Hardware verbraucht hohe Ressourcen. Allerdings reicht allein die Kompatibilität aus, um den Einsatz von wichtiger Desktop-Software zu erlauben und genau hierauf kommt es an.

Einheitliche Oberfläche für verschiedene Geräte

Mit der Einführung des „Cellular PC“ und Android 8.0 bauen Microsoft und Google die Kompatibilität zwischen einzelnen Gerätegattungen aus. Sie erweitern zusätzlich die Integration in die Cloud und die Verlagerung von aufwendigen Prozessen auf externe und leistungsstarke Server. Beide Ansätze unterscheiden sich deutlich voneinander, zielen dabei aber auf dasselbe Ergebnis. Sie führen unterschiedliche Geräte und Anwendungen unter einem einzigen System zusammen, um eine universelle Verfügbarkeit zu ermöglichen.


Jochen Moschko

 
Jochen Moschko
SEO-Manager Exklusiv
Jochen Moschko arbeitet als SEO-Manager in der Exklusiv-Abteilung bei der FAIRRANK GmbH.