Was sind Cookies?

Was sind Cookies?
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Dank der neuen Datenschutzgrundverordnung ist der Begriff „Cookie“ derzeit wieder in aller Munde und wahrscheinlich kennt jeder die – manchmal störenden – Cookie-Hinweise auf Websites, die man akzeptieren muss. Um den Begriff „Cookie“ ranken sich viele Mythen. Sie reichen von Aussagen wie „Hilfe, ich habe einen Cookie auf meinem PC! Ist er jetzt mit Malware verseucht?“ bis hin zu „Wenn ich Cookies akzeptiere, weiß der Websitebetreiber alles über mich und kann mich beim Spazierengehen orten und verfolgen!“.

Einige von Ihnen werden diese – tatsächlich stattgefundenen – Aussagen lustig finden. Ich gehöre auch dazu, aber es macht auch deutlich, dass oft Unwissenheit und Panikmache dominieren, wenn es um das eigentlich sehr nüchterne Thema „Cookies“ geht.

Cookies sind quasi so alt wie das World Wide Web selbst. Es handelt sich um kleine Textdateien, die auf dem Computer eines Internetnutzers gespeichert werden. In diesen Textdateien werden bestimmte Informationen hinterlegt – beispielsweise welche Produkte man sich auf einer Website angeschaut hat. Wenn man als Nutzer diese Website beim nächsten Mal besucht, wird von dieser der Cookie wieder ausgelesen. Dadurch können einem beispielsweise ähnliche Produkte präsentiert werden, wie die, für die man sich beim letzten Besuch interessiert hat. Auch wenn man sich auf einer Website einloggen kann – beispielsweise weil man dort ein Kundenkonto besitzt – kommen häufig Cookies zum Einsatz. Auch im Bereich der Internetwerbung können Cookies verwendet werden. Wenn Sie sich beispielsweise für ein bestimmtes Automodell interessieren, wird diese Information in einem Cookie hinterlegt und Ihnen aufgrund dessen an anderer Stelle im World Wide Web dann möglicherweise Werbung für genau dieses Modell gezeigt.

Theoretisch gesehen könnte ein Websitebetreiber diese Informationen mit Ihrer IP-Adresse zusammenführen und versuchen, mehr über Sie herauszufinden. Das ist rechtlich gesehen aber höchst brisant und auch nicht wirklich zielführend. Einige Unternehmen besitzen eine eigene, feste IP-Adresse. Wenn der Websitebetreiber diese zurückverfolgt, wird er lediglich den Namen des Unternehmens erhalten, jedoch nicht ermitteln können, wer konkret nach dem besagten Automodell gesucht hat. Wer von zuhause über seinen privaten Anschluss surft, hat in den meisten Fällen eine dynamische IP-Adresse. Wenn der heimische Internetanschluss eine Weile lang nicht genutzt wird, wird die IP-Adresse einem anderen, aktiven Nutzer zugeordnet. Diese Nutzer sind für den Websitebetreiber ebenfalls nicht ermittelbar, da er bei einer Recherche lediglich beim Internet-Provider landen würde. Lediglich Strafverfolgungsbehörden können beim Provider die Information erhalten, welche IP-Adresse zu einer Uhrzeit welchem Anschlussinhaber zugeordnet war.

Die anfangs genannten Befürchtungen treten zwar häufig in Hollywood-Filmen ein, aber nicht in der Realität. Denn hier existieren rechtliche und technische Grenzen.

Cookies verfügen übrigens „von Haus aus“ über ein Ablaufdatum, das der Websitebetreiber selbst festlegen kann. Eine weit verbreitete Gültigkeitsdauer sind 30 Tage.

Wer als Nutzer nicht möchte, dass auf dem eigenen Computer Cookies gespeichert werden oder wer bestehende Cookies löschen möchte, kann dies ganz einfach über die Einstellungen seines Webbrowsers bewerkstelligen.

Weitere Informationen finden Sie auch in unserem neuen Video zu diesem Thema:




Jochen Moschko

 
Jochen Moschko
SEO-Manager Exklusiv
Jochen Moschko arbeitet als SEO-Manager in der Exklusiv-Abteilung bei der FAIRRANK GmbH.