Black Friday – Der Trend geht zum Online-Shopping

Black Friday – Der Trend geht zum Online-Shopping
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Der Black Friday fällt in diesem Jahr auf den 24. November. Traditionell findet er immer am Tag nach dem amerikanischen Thanksgiving statt, dem wichtigsten Familienfest in den Vereinigten Staaten. Am Black Friday, einem Tag an dem viele Amerikaner frei haben, beginnt das Weihnachtsgeschäft. In der Regel handelt es sich dabei um den umsatzstärksten Shopping-Tag des Jahres. Der Einzelhandel gewährt große Rabatte und wirbt mit vielen Sonderaktionen und Werbegeschenken. Meist beginnt der Black Friday schon in den frühen Morgenstunden – üblicherweise warten viele Menschen bereits nachts in langen Schlangen darauf, die besten Schnäppchen zu ergattern.

Der Begriff „Black Friday“ hat, anders als vielleicht naheliegend, wenig mit dem Schwarzen Freitag vom 25. Oktober 1929 und dem Zusammenbruch der New Yorker Börse zu tun. Es gibt nach wie vor unterschiedliche Theorien zur Herkunft des Begriffes. Eine davon bezieht sich auf die Aussage „get in the black“ – also dem Wunsch der Einzelhändler, an diesem Tag Profite zu erzielen und aus den roten Zahlen zu kommen. Dazu passt auch die Annahme, dass die Händler vom Zählen des vielen Geldes schwarze Hände gehabt haben sollen. Eine andere Theorie besagt, dass die Bezeichnung Black Friday in den 60er Jahren dazu diente, die Menschenmasse zu beschreiben, die sich am Tag nach Thanksgiving durch die Straßen schob, um das Football-Spiels zwischen Armee und Marine (Army-Navy Football Games) zu sehen. Abgesehen von der Herkunft des Begriffes ist es wichtig zu beachten, dass der Begriff „Black Friday“ beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) seit 2013 als Wortmarke registriert ist. So erhielten 2016 zahlreiche Händler, die mit dem Begriff warben, Abmahnungen. Obwohl beim DPMA bereits mehrere Anträge eingegangen sind, die Marke wieder zu löschen, ist bei Verwendung des Begriffs weiterhin Vorsicht geboten.

Seit 2006 gibt es den Black Friday auch in Deutschland. Apple führte damals erste Black Friday-Rabatte ein und konnte damit enorme Umsätze generieren. Als Pendant zum Black Friday gibt es seit gut zehn Jahren außerdem den „Cyber Monday“. An diesem Tag, dem Montag nach Thanksgiving, werden seitdem auch online große Rabatte gewährt. Seit 2010 werben auch hierzulande Onlineshops mit Preisnachlässen und Sonderaktionen. Allerdings verfließen die Grenzen zwischen Black Friday und Cyber Montag zunehmend. So finden mittlerweile auch am Black Friday Online-Aktionen statt, oder es werden ganze „Cyber Monday Wochen“ (Amazon) oder „Black Weeks“ (Saturn/Galeria Kaufhof) zelebriert.

Während der Hype um den Black Friday in Deutschland weiter zunimmt, scheint der Tag in den Vereinigten Staaten an Kult-Charakter zu verlieren. Anders als in vergangenen Jahren warteten im letzten Jahr kaum hysterische Kunden vor den Geschäften und auch der Kampf um die besten Angebote hielt sich in Grenzen. Dafür geht der Cyber Monday im Jahr 2016 laut Adobe mit einem Rekordumsatz von 3,39 Milliarden in die Geschichte ein. Vor allem das mobile Shoppen, also der Einkauf über Handy oder Tablet, wird immer beliebter.

Tipps für Onlineshop-Betreiber

Damit auch Sie von dem Hype rund um den Black Friday und Cyber Monday profitieren können, haben wir hier ein paar nützliche Tipps für Sie:

  • Kündigen Sie Ihre Rabattaktionen rund um den Black Friday / Cyber Monday früh genug an! Hierbei empfiehlt es sich, eine solche Ankündigung, beispielsweise durch den eigenen Newsletter, drei bis vier Tage im Voraus zu kommunizieren. Die Kurzfristigkeit der Ankündigung verhindert in dem Fall, dass Ihr Kunde Ihre Rabattaktion vergisst und sorgt dafür, den beim Kunden subjektiv empfundenen Druck, tatsächlich einen Kauf zu tätigen, zu steigern.
  • Starten Sie einen zeitglich begrenzten Countdown-Deal: Durch die zeitliche Terminierung fühlen sich Käufern unter Druck gesetzt und sind dazu eher bereit, einen Kauf schnell abzuschließen. Möglich ist hierbei auch, gleich mehrere Special-Deals mit kurzen Verfügbarkeits-Zeiträumen anzubieten, die Sie nacheinander kommunizieren – auch ein visueller Countdown kann hier große Erfolge erzielen!
  • Achten Sie auf die visuelle Darstellung Ihrer Aktionen! Stellen Sie sicher, dass Ihre potenziellen Kunden direkt auf Ihre Angebote aufmerksam werden – egal, ob sie über Suchmaschinen auf Ihren Shop gelangen oder direkt auf Ihrer Startseite einsteigt. Anzeigen in Farbe und aufmerksamkeitserregende Banner sollten gut sichtbar an verschiedenen Stellen Ihres Shops platziert werden. Achten Sie jedoch darauf, dass die Banner und Anzeigen an das Design Ihres Shops angepasst werden, um ein stimmiges Gesamtbild zu garantieren.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Shop über alle Endgeräte hinweg schnell und einfach zu bedienen ist. Stichwort: Responsive Design!
  • Bieten Sie Ihren Kunden zu dem von Ihnen angebotenen Artikel passende Produkte zu einem reduzierten Preis an – durch Cross Selling können Sie Ihren Umsatz steigern.


Sophia Dauster, Julia Schmitz