Ohne Worte: Heute ist Welt-Emoji-Tag

Ohne Worte: Heute ist Welt-Emoji-Tag
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Verwundert, müde, hungrig, freudig – praktisch für jedes Gefühl existiert inzwischen ein Emoji. Die Bildschriftzeichen eignen sich ideal, um längere Zusammenhänge in Kurznachrichten, E-Mails und Chats verkürzt darzustellen. Wenn es sein muss, klappt die Kommunikation dank der Piktogramme sogar ganz ohne Worte. Eigentlich stammen Emojis aus Japan, heute werden sie weltweit millionenfach genutzt. Seit 2014 haben die kleinen Symbolbildchen einen eigenen Ehrentag – der 17. Juli wird als Welt-Emoji-Tag gefeiert. Warum dieser Tag? Kein Zufall – das Datum findet sich auf dem Original-Emoji für die Darstellung eines Kalenders.

Emoji inzwischen von Sprachexperten anerkannt

Jeder Smartphone-Nutzer kennt die Piktogramme, für viele sind sie aus der digitalen Gesprächsführung nicht mehr wegzudenken. Emojis machen die Verständigung nicht nur etwas schneller, oft verbildlichen die bunten Symbole auch besser, was nur schwer in Worte zu fassen ist. Wo ein einzelnes Emoji nicht ausreicht, kann eine ganze Reihe von Piktogrammen die momentane Lage veranschaulichen. Dass die Bildschriftzeichen eine sehr moderne Form der Kommunikation darstellen, hat inzwischen auch die Redaktion des Dudens erkannt und das Wort „Emoji“ in das Werk aufgenommen. Ein Jahr zuvor, 2015, wurde das Emoji „Gesicht mit Freudentränen“ vom britischen Oxford-Wörterbuch zum Wort des Jahres gekürt. Der Name Emoji leitet sich übrigens von den zwei japanischen Symbolen für Bild („e“) und Schriftzeichen („moji“) ab.

Die Entwicklungsgeschichte des Emojis

Weit vor den ersten Emojis waren bereits „Emoticons“ ein beliebtes Mittel, um dem Empfänger seine Stimmung mitzuteilen. Emoticons bestehen aus mehreren ASCII-Zeichen. Mit der Zeichenfolge Doppelpunkt-Bindestrich-Klammer zu fing alles an. Der klassische Smiley, der sich mit normalen Satzzeichen auf jeder Tastatur tippen lässt, entstand 1982, als der Informatikprofessor Scott Fahlmann eine seiner E-Mails auflockern wollte. :-) Kurz darauf folgten weitere Emoticons wie „;-)“ und „:-P“.

Die ersten Emojis hingegen wurden Ende der 90er-Jahre von dem Japaner Shigetaka Kurita entwickelt. Sie bildeten primär Gefühlsäußerungen ab und bestanden von Anfang an aus grafischen Darstellungen und nicht aus mehreren ASCII-Zeichen. Inzwischen gibt es rund 2000 Emojis, die neben Gefühlen auch jede Menge Alltagsbegriffe abbilden. Und der Emoji-Katalog wächst: Kürzlich erst wurden Dutzende neue Symbolbildchen zum standardisierten „Unicode“-Zeichensatz hinzugefügt – darunter eine Meerjungfrau, Socken und ein sich übergebendes Emoji. Unicode sorgt dafür, dass Schriften und Zeichen auf jedem digitalen Endgerät und bei jeder Spracheinstellung gleichartig dargestellt werden. Auf „Emojipedia“ dokumentiert Jeremy Burge seit 2013 diese Entwicklung. Dort lassen sich alle Unicode-Emojis und deren Darstellung auf den verschiedenen Betriebssystemen und Endgeräten nachschlagen.


Jochen Moschko

 
Jochen Moschko
SEO-Manager Exklusiv-Abteilung
Jochen Moschko arbeitet als SEO-Manager in der Exklusiv-Abteilung bei der FAIRRANK GmbH.