Google Plus: Aus für Privatnutzer

Google Plus: Aus für Privatnutzer

Im Juni 2011 erblickte das soziale Netzwerk Google Plus das Licht der Welt. Gegen Facebook und Twitter konnte es sich aber nie durchsetzen. Nach fast acht Jahren ist jetzt für Privatnutzer Schluss.

In der Anfangsphase konnte man Google Plus nur beitreten, wenn man eine persönliche Einladung eines anderen Nutzers erhalten hatte. Seine Kontakte konnte man bestimmten Kreisen zuordnen, wie Freunde, Familie oder Bekannte. Das war gegenüber Facebook ein großer Vorteil, weil man so beispielsweise zwischen Freunden und Arbeitskollegen unterscheiden konnte.

Es gab eine Vielzahl an Communities zu verschiedenen Themen, beispielsweise zu Fotografie, Kochen oder Reisen, in denen man sich mit anderen Interessierten austauschen konnte. Während bei Google Plus anfangs noch rege Aktivität herrschte, wurde das Netzwerk zunehmend zu einer virtuellen Geisterstadt. Erinnerungen an den langsamen Niedergang von studiVZ wurden wach.

Zwischenzeitlich wurde sogar bei der Erstellung eines Google-Kontos automatisch ein Google Plus-Profil miterstellt – ob man wollte oder nicht. Wenn man als aktiver Nutzer nach Freunden und Bekannten gesucht hat und sie zu seinen Kreisen hinzufügen wollte, stieß man daher häufiger auf leere, ungenutzte Profile. Für das Nutzungserlebnis war das nicht gerade förderlich.

Ab dem 2. April sollen Privatnutzer Google Plus nicht mehr nutzen können. Die Nutzer wurden von Google informiert und haben die Möglichkeit, ihre Daten zu sichern.

Anders verhält es sich im gewerblichen Umfeld: Firmenprofile sollen erhalten bleiben und auch zukünftig neu erstellt werden können, denn hier hat sich das Netzwerk bewährt und stellt eine beliebte Erweiterung zu Google My Business-Profilen dar. Unternehmen und Gewerbetreibende können hier zusätzliche Informationen bereitstellen und Neuigkeiten teilen.


Jochen Moschko

 
Jochen Moschko
SEO-Manager Exklusiv
Jochen Moschko ist SEO-Manager für Exklusiv-Kunden bei der FAIRRANK GmbH.