Mobile First: Neues vom Google Index

Mobile First: Neues vom Google Index
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Kürzlich wurde bekannt, dass der Google-Index schon bald in erster Linie auf mobile Geräte ausgerichtet werden soll. Damals war von einer Zweiteilung des Suchindexes die Rede: in einen Index für mobile Webseiten und in einen separaten für den Desktop-Bereich. Inzwischen ist Google zurückgerudert und hat – entgegen früherer Aussagen – bekanntgegeben, dass es weiterhin doch nur einen Index geben soll. Was bedeutet das?

Die Kehrtwende kam überraschend. Am 4. November erschien im Blog der Google Webmaster Central ein Beitrag, aus dem hervorgeht, dass der Google-Index weiterhin doch ein Ganzes bleiben soll. Seit einiger Zeit wird bei Google bereits experimentiert. Offenbar hat sich diese Lösung als die Effektivste herausgestellt.

Neu ist ebenfalls, dass zukünftig nur noch der Googlebot für mobile Webseiten für das Crawling zuständig sein soll – auch für Desktop-Seiten. Laut Google soll dieser mit beiden Arten von Webseiten zurechtkommen.

Worauf liegt der Fokus?

Die größte Rahmenbedingung bleibt unverändert: Internetangebote, die auch auf mobilen Endgeräten (Smartphone, kleinere Tablets) gut auffindbar sein möchten, sollten responsiv gestaltet sein. Warum ich das ständig predige? Weil die Reise dorthin geht. Wessen Unternehmen sich auch an mobile Nutzer richtet (in erster Linie B2C) sollte dafür Sorge tragen, dass der eigene Internetauftritt auf allen Gerätekategorien gut und einfach nutzbar ist.

Bei wem das bereits der Fall ist, hat seine Hausaufgaben zum großen Teil erledigt. Daneben wird in dem Beitrag von Google der Begriff „strukturierte Daten“ (engl.: „structured data“) erwähnt. Darunter versteht man die Hervorhebung bestimmter Daten, wie beispielsweise von Adressangaben oder Produktdaten. Ob und bei welchen Daten das sinnvoll ist, hängt immer vom Einzelfall ab. Wer ein Ladenlokal unterhält, wird gut beraten sein, seine Adresse mit strukturierten Daten auszuzeichnen. Wer einen Shop betreibt, sollte darüber nachdenken, seine Produkte damit zu versehen. So kann Google diese Informationen besser erfassen und verarbeiten. Dass sich dies auf das Ranking auswirken kann, ist lange bekannt. Möglicherweise wird die Gewichtung im Zuge der Umstellung noch ein Stück weit erhöht.

Fazit

Die Ankündigung von Google, dass es doch bei einem Index bleiben wird, kam ein wenig überraschend. Eine Zweiteilung hätte sicherlich Vorteile gehabt, aber mit der integrierten Lösung dürften die Auswirkungen und Veränderungen geringer ausfallen, als von vielen befürchtet.
 

Jochen Moschko

 
Jochen Moschko
SEO-Manager Exklusiv
Jochen Moschko arbeitet als SEO-Manager in der Exklusiv-Abteilung bei der FAIRRANK GmbH.