„Slow Death“: Der langsame Tod einer Website – Teil 2

„Slow Death“: der langsame Tod einer Website – Teil 2
© Thomas Söllner / Fotolia.com

Unter dem Begriff „Slow Death“ bezeichnet im Bereich SEO das langsame Absinken der Platzierungen einer Website, bis diese letztendlich in der Bedeutungslosigkeit versinkt. Im ersten Teil (LINK!) dieser Reihe haben wir bereits einige mögliche Gründe vorgestellt, die zum „Slow Death“ führen können. Im zweiten Teil stellen wir Ihnen weitere Ursachen vor.

Falsche Implementierung eines Canonical- oder hreflang-Tags

Richtig eingebaut ist ein Canonical-Tag oder ein hreflang-Tag ein Segen. Ersterer weist Suchmaschinen an, welche URL beim Vorliegen (nahezu) identischer Unterseiten bevorzugt werden soll. Der hreflang-Tag erfüllt denselben Zweck, wenn eine Website in mehreren Sprachen angeboten wird.

Werden in diesen Tags jedoch falsche URLs angegeben, beispielsweise immer ein und dieselbe URL (das kann schnell aus Unwissenheit passieren oder wenn man beim Gestalten der Seite viel mit Copy & Paste arbeitet), so kann es passieren, dass alle Seiten außer der einen angegebenen aus dem Suchmaschinenindex entfernt werden. Die Folge: Die Suchmaschine „denkt“, dass der gesamte Webauftritt aus nur einer Seite bestehen würde. Wesentliche Inhalte der Website sind für die Suchmaschine in diesem Fall unsichtbar. Das führt ebenfalls zu sinkenden Platzierungen.

Teile der Website sind für Suchmaschinen blockiert

Wenn in der Robots.txt-Datei oder über den Robots-Tag im HTML-Quellcode Teile der Website für Suchmaschinen gesperrt sind, können diese nicht erfasst werden. Tückisch ist es auch, wenn für das Design der Seite notwendige CSS-Dateien für Suchmaschinen blockiert sind. Über die Google Search Console kann man beispielsweise herausfinden, wie der Googlebot die eigenen Seiten „sieht“. Wenn das Design gegenüber dem Googlebot „zerschossen“ aussieht oder Textinhalte (zum Teil) nicht sichtbar sind, könnte das auf eine mögliche Ursache für das langsame Nachlassen der Platzierungen hinweisen.

Diese genannten Szenarien können mögliche Gründe für ein langsames Nachlassen von Platzierungen sein, dem „Slow Death“. Welche Ursache tatsächlich ausschlaggebend ist, bedarf einer gründlichen Analyse. Unter Umständen kann es notwendig sein, beim Vorliegen mehrerer Verdachtsmomente einfach auszuprobieren, woran es tatsächlich liegt.

Wie kann ich einem „Slow Death“ vorbeugen?

Einem „Slow Death“ kann man am besten vorbeugen, indem man die eigene Website in einem technisch einwandfreien Zustand hält. Auch ist es wichtig, nachlassende Platzierungen frühzeitig zu erkennen. Dafür ist es erforderlich, die eigenen Platzierungen engmaschig zu kontrollieren, idealerweise wöchentlich. Sollten Platzierungen für einzelne Begriffe nachlassen, kann das auch andere Ursachen haben, vielleicht hat ein Konkurrent seine Website besser auf diesen Begriff optimiert, als man selbst. Oder die Relevanz der eigenen Website für diesen Begriff hat sich verändert.

Sollten jedoch bei einem Großteil der Begriffe oder gar für alle mehrmals in Folge die Platzierungen nachlassen, so sollte man der Ursache auf den Grund gehen. Blinder Aktionismus ist hier ebenso wenig sinnvoll, wie einfach nur abzuwarten und zu hoffen, dass sich das Problem von alleine behebt. In diesem Fall könnten die hier genannten Punkte hilfreich sein, damit Sie der Ursache auf die Spur kommen.


Jochen Moschko

Besteht bei Ihrer Website der Verdacht auf einen „Slow Death“? Wir als versierte SEO-Agentur unterstützen Sie gerne!

 
Jochen Moschko
SEO-Manager Exklusiv-Abteilung
Jochen Moschko arbeitet als SEO-Manager in der Exklusiv-Abteilung bei der FAIRRANK GmbH.