„Slow Death“: Der langsame Tod einer Website – Teil 1

„Slow Death“: der langsame Tod einer Website – Teil 1
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Unter dem Begriff „Slow Death“ versteht man im Bereich SEO das langsame Absinken der Platzierungen einer Website, bis diese in der vollständigen Bedeutungslosigkeit versinken.

Eben noch war die eigene Website mit vielen Begriffen auf der ersten Trefferseite zu finden, nun erscheint sie nur noch auf Seite 2. Und die Platzierungen sinken langsam weiter. Wenn diese Entwicklung über mehrere Wochen anhält und sich fortsetzt, könnte der Website ein sogenannter „Slow Death“ bevorstehen – ein langsamer Tod, bei welchem die Platzierungen in Suchmaschinen immer schlechter werden.

Wer diese Entwicklung bei seiner eigenen Internetpräsenz feststellt, hat häufig gute Chancen, den Abwärtstrend aufzuhalten und kann ihn im Idealfall auch wieder umkehren. Zuerst muss jedoch nach der wahrscheinlichen Ursache geforscht werden. Wir haben einige der häufigsten Gründe für einen „Slow Death“ für Sie zusammengetragen.

Duplicate Content

Einzigartiger Content ist ein wichtiges Schlüsselelement für das Erreichen guter Platzierungen. Wenn eigene Texte im Internet mehrfach Verwendung finden, weil sie beispielsweise von Spambots oder Mitbewerbern „geklaut“ wurden, oder gar, wenn man sie selbst von fremden Seiten übernommen hat, kann dies einen nachteiligen Einfluss auf die Platzierungen aller Seiten haben, auf denen dieser Text vorkommt.

Google erkennt mittlerweile relativ gut, auf welcher Seite ein Text zuerst vorhanden war und vermeidet so ungewollte Konsequenzen für den ursprünglichen Verfasser. Wird ein Text jedoch direkt in den ersten Tagen nach seiner Veröffentlichung von Dritten übernommen, greift dieser Mechanismus möglicherweise nicht. In diesem Fall hilft für die eigenen Platzierungen nur, die betroffenen Texte nochmal umzuschreiben.

Abnehmende Anzahl an Backlinks oder schlechte Backlinks

Aber auch die Backlinksituation einer Website wirkt sich auf deren Platzierungen aus. Theoretisch und stark vereinfacht kann man sagen: Je mehr Backlinks eine Website hat, umso besser ist dies für ihre Präsenz in Suchmaschinen. Aber Vorsicht: Backlink ist nicht gleich Backlink. Künstlicher Linkaufbau birgt stets das Risiko einer Abstrafung. Und minderqualitative Links können die Platzierungen einer Website abfallen lassen.

Doch was tut man, wenn ein Mitbewerber beispielsweise absichtlich schlechte Backlinks auf die eigene Website schaltet, um deren Platzierungen Schaden zuzufügen? Über das Google Disavow Tool lassen sich solche Links abwerten. Sie werden dann zukünftig nicht mehr von Google berücksichtigt. Die Bewertung, welcher Link vorteilhaft und welcher nachteilhaft oder gar schädlich sein kann, bedarf jedoch einiger Erfahrung und Fachkunde auf dem Gebiet.

Rückgabe eines falschen HTTP-Statuscodes

Auch Fehler in der Serverkonfiguration können einen Platzierungsverlust bewirken. Wenn beispielsweise Unterseiten wegfallen, jedoch als HTTP-Statuscode nicht 404 („Not Found“) oder 410 („Gone“) zurückgegeben wird, sondern Code 200 („Ok“), so wird der Suchmaschine seitens des Servers suggeriert, dass die Unterseite nach wie vor existiert. Das Resultat: Die längt entfallene Webseite findet sich weiterhin im Index der Suchmaschine wieder. Sollte die Unterseite einfach nur umgezogen worden sein, beispielsweise in ein anderes Unterverzeichnis, würde sie dann 2x im Index vorkommen. Das Ergebnis wäre interner Duplicate Content.

Im zweiten Teil dieses Beitrags stellen wir weitere mögliche Ursachen für einen „Slow Death“ vor.


Jochen Moschko

Besteht bei Ihrer Website der Verdacht auf einen „Slow Death“? Wir als versierte SEO-Agentur unterstützen Sie gerne!

 
Jochen Moschko
SEO-Manager Exklusiv
Jochen Moschko arbeitet als SEO-Manager in der Exklusiv-Abteilung bei der FAIRRANK GmbH.