Was sind HTTP-Statuscodes? – Teil 2

Was sind HTTP-Statuscodes?
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Der eine oder andere wird schon mal von ihnen gehört haben: HTTP-Statuscodes. Der wohl bekannteste dürfte Code 404 sein – er steht für „nicht gefunden“. Es existieren viele weitere Codes, die im Alltag von Bedeutung sind, aber bei der Nutzung des World Wide Web meistens nicht auffallen.

HTTP-Statuscodes bestehen aus einer dreistelligen Zahl. Aus der ersten Ziffer kann man die Gruppe erkennen, welcher der Code angehört. Im ersten Teil dieses Beitrags haben wir einige bedeutende Codes vorgestellt, die mit 2XX oder 3XX beginnen. Heute wenden wir uns den wichtigsten 4XXer-Codes zu, die für gescheiterte Anfragen stehen, sowie 5XXer-Codes, die sich auf Serverfehler beziehen.

Weitere HTTP-Statuscodes (4XX und 5XX):

  • Code 403: Forbidden
    HTTP-Code 403 besagt, dass die Anfrage aufgrund einer fehlenden (Zugriffs-)Berechtigung nicht durchgeführt wurde.
     
  • Code 404: Not Found
    Dies ist der wohl bekannteste Vertreter unter den HTTP-Statuscodes: Code 404 besagt, dass die angeforderte Ressource, das kann beispielsweise eine Webseite, ein Bild oder eine Video- oder Audiodatei sein, nicht gefunden wurde.

    Eine elegante Lösung zum Abfangen von Anfragen dieses Codes besteht darin, dem Nutzer statt der reinen Fehlermeldung eine eigens erstellte Seite anzuzeigen, eine sogenannte „404-Fehlerseite“. Auf dieser wird dem Nutzer mitgeteilt, dass die gewünschte Seite leider nicht (mehr) existiert und zusätzlich können Verlinkungen zur Startseite und zu den wichtigsten Kategorien angezeigt werden. Das verhindert in vielen Fällen, dass der Nutzer abspringt und seinen Besuch der Website beendet. Weitere Tipps hierzu haben wir im Video „404-Seiten benutzerfreundlich gestalten“ zusammengestellt. Abhängig von der weggefallenen Unterseite kann es sinnvoll sein, eine 301-Weiterleitung auf eine passende, ähnliche Unterseite einzurichten, auf der beispielsweise ein ähnliches Produkt vorgestellt wird.
     
  • Code 500: Internal Server Error
    Dieser HTTP-Statuscode dürfte manchem Webseitenbetreiber das Blut in den Adern gefrieren lassen – der genaue Auslöser wird nicht mit angegeben, so dass die Suche nach der Ursache zeitintensiv sein kann. Allerdings sind die Ursachen häufig trivial und auf Syntaxfehler in PHP-Skripten oder der .htaccess-Datei zurückzuführen. In letzterer Datei kann man Anweisungen an den Server hinterlegen, beispielsweise Weiterleitungen einrichten oder die Kompression bei der Datenübertragung aktivieren. Oft tritt ein Fehler 500 auf, wenn aktive Arbeiten an der Website oder der Serverkonfiguration stattfinden und sich ein Flüchtigkeitsfehler eingeschlichen hat.

Wenn Sie wissen möchten, welche Codes der Server Ihrer eigenen Website zurückgibt, können Sie einen der zahllosen, kostenfreien HTTP Headercheck-Webseiten im Internet nutzen, wie beispielsweise https://httpstatus.io/. Ich hoffe, dass Ihnen dieser zweiteilige Beitrag einen Überblick über die Thematik der HTTP-Statuscodes geben konnte.


Jochen Moschko

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Jochen Moschko
SEO-Manager Exklusiv-Abteilung
Jochen Moschko arbeitet als SEO-Manager in der Exklusiv-Abteilung bei der FAIRRANK GmbH.