Die Google Search Console – Teil 3

Die Google Search Console – Teil 3
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Suchanfragen – Wie wird Ihre Website wirklich gefunden?

In den letzten beiden Teilen unserer Serie über die Google Search Console haben wir Ihnen dieses Werkzeug bereits vorgestellt und Ihnen gezeigt, wie Sie der Suchmaschine mit strukturierten Daten wichtige Informationen über Ihre Website geben können. In dritten Teil erfahren Sie, wie Sie herausfinden können, wie häufig Ihre Website in den Suchergebnissen angezeigt wird und für welche Suchbegriffe Sie tatsächlich gefunden werden.

Die Suchanalyse – Für welche Suchbegriffe findet man mich?

Ihre Website ist eine Weile online und Sie haben bereits Besucher auf der Seite? Dann möchten Sie bestimmt wissen, über welche Suchanfragen Nutzer auf Ihre Seite gelangen. Mit der Search Console ist das kein Problem.

Wenn Sie die „Suchanalyse“ in der Search Console aufrufen, zeigt das Tool Ihnen zunächst in einer Grafik an, wie viele Klicks Ihre Website in den letzten 28 Tagen erhalten hat. Darunter finden Sie eine Tabelle mit Suchanfragen, für die Ihre Website in der Google-Suche angezeigt wurde. Sie werden bemerken, dass dies höchstwahrscheinlich weitaus mehr Begriffe sind, als Sie vielleicht im Rahmen einer Keywordrecherche vor Veröffentlichung der Website festgelegt haben.

Die Search Console stellt Ihnen jedoch noch weitaus mehr Daten zur Verfügung, die Sie durch entsprechende Einstellungen erhalten. So können Sie den Zeitraum, für den Sie Daten erhalten, auf bis zu 90 Tage ausdehnen und neben den reinen Klicks auch die Daten für Impressionen, die Klickrate und Position anzeigen lassen. Und in diesen Daten steckt bereits viel Potential.
Google Search Console
 
Die Impressionen geben an, wie oft Ihre Website – oder vielmehr eine der Unterseiten - als Suchergebnis angezeigt wurde. Entsprechend gibt Ihnen die Klickrate (die sogenannte CTR = click-Through-Rate) Auskunft darüber, wie viel Prozent dieser Suchergebnisse angeklickt wurden.
Beachten Sie bei der Angabe der Position bitte, dass es sich um einen Durchschnittswert handelt. Für weitere Informationen zu diesem Thema empfehlen wir Ihnen unseren Artikel „Erfolgsmessung: Rankings allein sind nicht ausreichend“.

Diese bereits sehr aufschlussreichen Daten werden wirklich wertvoll, wenn Sie nun eine Suchanfrage durch Klick auswählen und im Auswahlbereich den Radiobutton „Seiten“ auswählen. Nun sehen Sie, welche Unterseite(n) für diese Suchanfrage als Ergebnis ausgespielt wurde.
Mit diesen Daten lässt sich nun sehr gut die Leistung einer Seite in den Suchergebnissen überprüfen. Hat eine Suchanfrage eine hohe Anzahl an Impressionen, eine gute durchschnittliche Platzierung aber nur eine geringe CTR, prüfen Sie den Seitentitel und die Description der betreffenden Unterseite. Vielleicht erscheinen diese nicht attraktiv genug.

Im umgekehrten Falle – hohe Zahl von Impressionen aber geringe Platzierung – sollten Sie die entsprechende Unterseite einer Prüfung und Überarbeitung unterziehen, da diese den Qualitätsanforderungen der Suchmaschine möglicherweise nicht entspricht.

Sie sehen, dass allein diese Funktion außerordentliche Möglichkeiten bietet. Experimentieren Sie mit den Einstellungen. Sie werden Aspekte Ihrer Website kennenlernen, an die Sie noch nie gedacht haben.

Links zu Ihrer Website – Woher stammen die Besucher

Die „Links zu Ihrer Website“ sind ein gutes Mittel, um schnell zu prüfen, von welchen anderen Websites Ihre eigene Seite verlinkt wird und welche Seiten am häufigsten als Ziel externer Links dienen. Wenn dieses Werkzeug auch nicht den Leistungsumfang moderner Linkanalysesoftware besitzt, können Sie hier jedoch einige nutzbringende Informationen gewinnen. Wählen Sie zum Beispiel eine der Domains unter „Wer erstellt die meisten Links“ aus, erhalten Sie eine Übersicht, welche Ihrer Unterseiten von dieser einzelnen Domain verlinkt werden. Klicken Sie nun auf eines dieser Ergebnisse, sehen Sie die genaue Adresse, auf der sich der Link findet.

Umgekehrt können Sie auch eine Ihrer verlinkten Seiten auswählen und erhalten dann eine Übersicht über alle Adressen, von denen zu dieser spezifischen Unterseite verlinkt wurde. Und auch hier bringt Sie ein weiterer Klick wieder zu den exakten Adressen.

Interne Links – Wie ist eine Seite innerhalb der Website vernetzt?

Ein Link kann natürlich nicht nur von außen stammen, sondern auch von anderen Unterseiten Ihrer eigenen Website. Die Funktion „Interne Links“ in der Search Console bietet Ihnen hier einen guten Überblick, der analog zu den „Links zu Ihrer Website“ funktioniert.

Wenn Sie die Funktion aufrufen, erhalten Sie eine Liste mit vorhandenen Unterseiten Ihrer Website. Klicken Sie nun auf einen der Einträge, werden Ihnen alle Seiten angezeigt, die einen Link zu dieser einen Unterseite enthalten. Auf diese Weise können Sie sich einen sehr guten Überblick über die Struktur Ihrer Website verschaffen und entdecken möglicherweise Seiten, die nicht optimal verlinkt sind.

Manuelle Maßnahmen – Abgestraft oder nicht?

Jeder Websitebetreiber fürchtet Sie: die Abstrafung durch Google. Vor allem die Webmaster, die unlautere Methoden anwenden, sehen sich dieser Gefahr ausgesetzt. Während manche der sogenannten „Penaltys“ automatisch durch einen der zahlreichen Algorithmen der Suchmaschine ausgelöst werden, gibt es auch menschliche Beobachter, die sich kontinuierlich Websites anschauen und diese auf Einhaltung der Google Richtlinien für Webmaster prüfen. Verstoßen Seiten gegen diese Richtlinien, straft das Google Web Spam Team diese ab, was unter Umständen bis zu einem Ausschluss aus dem Google Index führen. Schauen Sie regelmäßig in den Abschnitt „Manuelle Maßnahmen“. Sollte dort etwas anderes als „Keine manuellen Spam-Maßnahmen gefunden“ stehen, sollten Sie aktiv werden und die Ursache der Abstrafung beseitigen. Haben Sie dazu fragenFragen, können Sie uns natürlich sehr gerne ansprechen.

Internationale Ausrichtung – Welche Sprachen spricht Ihre Website?

Der Abschnitt „Internationale Ausrichtung“ ist im Grunde nur dann interessant für Sie, wenn Sie Ihre Webseite mit mehreren Sprachversionen betreiben. In einem solchen Fall müssen Sie der Suchmaschine – durch die sogenannten HREFLANG-Tags – mitteilen, unter welchen Adressen die unterschiedlichen Sprachversionen zu erreichen sind.  Kommt es zu Fehlern bei der Einbindung dieser speziellen Auszeichnungen, werden diese hier angezeigt. Dies muss es nicht unbedingt ein syntaktischer Fehler sein. Da jede Sprachversion stets auf alle anderen und sich selbst verweisen muss, ist auch das Fehlen einer dieser Angaben häufig Anlass zur einer Fehlermeldung.

Wenn Sie Ihre Website in mehreren Sprachversionen anbieten, sollten Sie regelmäßig in diesen Abschnitt der Search Console hineinschauen.

Nutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten – Immer an das Smartphone denken

Sie Die Tatsache, dass mittlerweile mehr Nutzer mit mobilen Endgeräten das Internet nutzen als mit stationären Computern, ist insoweit keine Neuigkeit mehr. Überraschend ist, dass dies noch lange nicht alle Websitebetreiber realisiert haben und es immer noch eine große Anzahl von Websites gibt, die sich auf einem Smartphone nicht nutzen lassen. Noch überraschender ist, dass dies auch im Unternehmensbereich viel zu oft der Fall ist. Wir gehen an dieser Stelle selbstverständlich davon aus, dass Ihre Website auf allen Endgeräten gut angezeigt wird und benutzt werden kann.
Wenn dies jedoch nicht der Fall sein sollte, gibt Ihnen die Search Console im Abschnitt „Nutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten“ Hinweise auf Stellen, an denen Sie möglicherweise noch arbeiten sollten. So finden Sie dann in diesem Abschnitt Meldungen über zu kleine Texte oder nicht in den Anzeigebereich passende Inhalte.

Google Search Console

Ähnlich funktioniert der – etwas modernere – Test auf Optimierung für Mobilgeräte. Mit diesem Werkzeug können Sie jede beliebige Website auf ihre Eignung für Mobilgeräte testen.

Haben Sie noch Fragen zu diesem Thema? Dann freuen wir uns auf Ihre Kommentare.


Klaus Wockenfoth

 
Klaus Wockenfoth
SEO Projektleiter
Klaus Wockenfoth leitet SEO-Projekte in der SEO Exklusiv-Abteilung der FAIRRANK GmbH.