Keine Indexierung durch HTML-Fehler?

Keine Indexierung durch HTML-Fehler?
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Häufig fragen Kunden uns, ob HTML-Fehler oder nicht valides HTML bewirken können, dass Google eine Webseite von der Indexierung ausschließt. Schon vor Jahren wurde seitens Google verlautbart, dass dies keinen Hinderungsgrund darstellt und sich auch nicht nachteilig auf das Ranking einer Seite auswirkt.

Nun hat unser Experte Klaus Wockenfoth, SEO-Projektleiter bei FAIRRANK, John Müller von Google via Twitter hierauf angesprochen. Dieser antwortete, dass das Crawlen (einer Website, Anm. d. Autors) schwierig sein kann, wenn beispielsweise Links nicht ausgelesen werden können. Im schlimmsten Fall können HTML-Seiten jedoch als Textseiten gecrawlt und als solche indexiert werden.

Keine Indexierung durch HTML-Fehler?

Nichts Neues, aber interessante Bestätigung

Neu ist diese Aussage wie gesagt nicht, aber sie bestätigt, dass seitens Google in den letzten Jahren an dieser Vorgehensweise nichts geändert wurde. Das wäre vermutlich auch nicht zielführend, denn HTML-Fehler schleichen sich schnell und häufig unbemerkt ein. Das fängt bei geöffneten und versehentlich nicht wieder geschlossenen HTML-Elementen an, geht über fehlerhafte oder falsch angewandte Parameter bis hin zu nicht validem HTML. Auch wenn man grundsätzlich die gröbsten Validitätsfehler beheben sollte, lässt sich ein hundertprozentig valider HTML-Code oftmals gar nicht erreichen, vor allem nicht mit einem Content-Management-System.

Am Ende des Tages sollte eine Webseite für ihre Besucher nutzbar und optimal bedienbar sein und zu möglichst vielen Gerätetypen kompatibel sein. Dass Google sich hier nicht auf technische Feinheiten und unbemerkte Fehler fokussiert, ist in der Praxis absolut sinnvoll. Alles andere wäre nicht praktikabel.


Jochen Moschko

 
Jochen Moschko
SEO-Manager Exklusiv
Jochen Moschko arbeitet als SEO-Manager in der Exklusiv-Abteilung bei der FAIRRANK GmbH.