10 Tipps, wie ihr LinkedIn für euer Unternehmen erfolgreich nutzt

Nahaufnahme: LinkedIn-App

LinkedIn ist derzeit das relevanteste Netzwerk für Unternehmen und wird anders als die meisten Social-Media-Plattformen primär für den Austausch im beruflichen Umfeld genutzt. Unternehmen, Mitarbeiter:innen und Arbeitssuchende sind hier vertreten, um miteinander in Kontakt zu treten und zu bleiben. Laut LinkedIn selbst sind aktuell über 850 Millionen Nutzer:innen weltweit registriert, mehr als 18 Millionen davon in der DACH-Region (Deutschland / Österreich / Schweiz).

Unternehmen können LinkedIn für verschiedene Zwecke nutzen:

  • Aufbau eines professionellen Netzwerks
  • Lead-Generierung
  • Steigerung der Markenbekanntheit
  • Präsentation eigener Expertise
  • Recruiting

Nutzt ihr mit eurem Unternehmen bereits das volle Potential von LinkedIn? Wir geben euch Tipps, wie ihr noch mehr aus eurer Unternehmensseite herausholen könnt.

 

Wie erstellt man eine Unternehmensseite auf LinkedIn?

 

  1. Nutzer-Account anlegen

Voraussetzung für eine Unternehmensseite ist ein LinkedIn-Account. Dieser fungiert als Administrator eurer Firmenseite. Für euer Benutzerprofil empfiehlt es sich, eine E-Mail-Adresse eures Unternehmens zu verwenden.

  1. Unternehmensseite erstellen

In eurem Account findet ihr auf der Startseite den Button „Unternehmensseite erstellen“. Im Dialogfeld wählt ihr zunächst den Seitentyp aus: Unternehmen, Fokusseite oder Bildungseinrichtung. Im nächsten Schritt tragt ihr die ersten Details und den Slogan eurer Firma ein und ladet ein Logo hoch (300 x 300 px). Danach klickt ihr auf „Seite erstellen“.

  1. Unternehmensseite bearbeiten

Als nächstes solltet ihr eure Unternehmensseite ordentlich herausputzen, damit ihr euch in eurem Netzwerk schnell profilieren könnt. Füllt euer Unternehmensprofil vollständig aus und wählt ein passendes Titelbild, sowie bis zu drei aussagekräftige Hashtags zu eurer Marke. Weshalb diese Punkte wichtig sind und wie ihr sie optimal umsetzt, erfahrt ihr weiter unten in den Tipps.

Eure Unternehmensseite ist fertig. Nun gilt es, Follower:innen zu generieren und ein Netzwerk aufzubauen. Beginnt damit, eure LinkedIn-Unternehmensseite auf eurer Website und in allen Social-Media-Kanälen zu verlinken. Teilt eure Seite an eure Mitarbeiter:innen und Kund:innen. Zudem könnt ihr eure Mitarbeiter:innen bitten, euch als ihren Arbeitgeber in ihrem Profil anzugeben.

Der Grundstein für eine erfolgreiche Nutzung eurer LinkedIn-Unternehmensseite ist gelegt. Nachfolgend haben wir einige Tipps für euch, wie ihr das volle Potential eurer LinkedIn-Seite ausschöpft.

 

Unsere Tipps für euren LinkedIn-Erfolg

 

  1. LinkedIn-Profil vervollständigen
  2. Hashtags für die Unternehmensseite festlegen
  3. Netzwerk mit hoher Qualität aufbauen
  4. Beiträge für Mitarbeiter:innen zur Verfügung stellen
  5. Social-Media-Guidelines für Mitarbeiter:innen verfassen
  6. Titelbild regelmäßig aktualisieren
  7. Newsletter per LinkedIn versenden
  8. Expertise durch Artikel zeigen
  9. Fokusseiten erstellen
  10. Unique Content mit Mehrwert bieten

Tipp 1: LinkedIn-Profil vervollständigen

Ein vollständiges LinkedIn-Profil strahlt Seriosität aus und die ist essentiell, um als professionelles Unternehmen wahrgenommen zu werden. Zudem liefert ihr den Nutzer:innen und potentiellen Neukund:innen wertvolle Infos über eure Firma – Website, Kontaktdaten und Spezialgebiete innerhalb der Branche. Solche Angaben ebnen den Weg zu euch als Geschäftspartner und Arbeitgeber.

Beim Ausfüllen eures Unternehmensprofils solltet ihr bereits auf eine adäquate Keyword-Nutzung achten, um eure LinkedIn-Seite in den Suchergebnissen sichtbar zu machen. Verlinkt außerdem sinnstiftend zu Unterseiten eurer Website und ggf. eurem Blog.

Tipp 2: Hashtags für die Unternehmensseite festlegen

Wusstet ihr, dass ihr auch als Unternehmen Beiträge anderer Nutzer:innen kommentieren könnt? Ganz richtig! Diese Option ist nicht nur User:innen vorbehalten – vorausgesetzt, ihr hinterlegt bis zu drei Hashtags in der Beschreibung eurer Unternehmensseite. Zu diesen ausgewählten Hashtags könnt ihr fortan im Namen eurer Firma die Beiträge anderer kommentieren, ohne dafür auf euren Nutzer-Account zurückzugreifen. So positioniert ihr euch unter branchenrelevanten Hashtags direkt als Unternehmen und steigert sowohl eure Markenbekanntheit, als auch das potentielle Engagement mit eurer Marke. Aber denkt daran: Das Kommentieren als Unternehmen ist ausschließlich unter den hinterlegten Hashtags möglich.

Symbolbild Netzwerken: bunte Spielfiguren bilden ein Netzwerk

Tipp 3: Netzwerk mit hoher Qualität aufbauen

Nutzer:innen, die eure Beiträge nicht interessieren, werden auch nicht mit euch interagieren. Eure Lead-Generierung läuft ins Leere. Achtet darauf, ein Netzwerk aufzubauen, das relevant für euer Unternehmen ist. Qualität schlägt Quantität, wobei ihr natürlich stets versuchen solltet, euer Netzwerk auszubauen. Mit professionellen Beiträgen in einem spezialisierten Netzwerk positioniert ihr euch als Branchenexpert:innen.

Verknüpft euch neben Mitarbeiter:innen und Kund:innen auch mit Partnerunternehmen und thematisch passenden Firmen. Sucht Kontakt zu Branchenexpert:innen, sowie Journalist:innen und Blogger:innen mit Überschneidungen zu eurem Bereich. Je besser das Netzwerk thematisch zu eurem Unternehmen passt, desto höher sind die Chancen auf Interaktionen und Leads.

Übrigens: Nur der geringste Teil aller Social-Media-Nutzer:innen agiert aktiv. Laut der Ein-Prozent-Regel sind

  • 90 % der Nutzer passiv,
  • 9 % tragen nur gelegentlich etwas bei und
  • lediglich 1% interagiert aktiv mit Beiträgen und anderen Nutzer:innen.

Tipp 4: Beiträge für Mitarbeiter:innen zur Verfügung stellen

LinkedIn bietet eine Funktion, mit der ihr euren Mitarbeiter:innen eure geposteten Beiträge empfehlen könnt. So können sie von euch erstellte Beiträge ganz ohne Aufwand direkt auf ihren eigenen Profilen posten. „Einfach teilen geht doch auch“, denkt ihr euch? Ja, doch empfohlene Beiträge erscheinen – anders als geteilte Posts – als Original-Inhalt auf den Profilen eurer Mitarbeiter:innen. Deren Follower:innen sehen, dass der Beitrag direkt von ihrem Kontakt kommt und schauen sich den Inhalt womöglich eher an, als wenn es sich um einen geteilten Unternehmenspost handelt. Mit nur einem Klick posten eure Mitarbeiter:innen euren Content auf den eigenen Profilen und verhelfen euch zu einem größeren Publikum, wodurch sich potentiell auch euer Netzwerk vergrößert.

Aktuell wird an einer Erweiterung der Share-Funktion bei LinkedIn gearbeitet. Das vereinfacht das Teilen von Beiträgen bei externen Plattformen. Anstatt umständlich einen Link zu kopieren und einzufügen, soll der Content zukünftig per Knopfdruck bei Twitter und Facebook geteilt werden können.

Nahaufnahme auf Smartphone: Icons verschiedener Social-Media-Apps

Tipp 5: Social-Media-Guidelines für Mitarbeiter:innen verfassen

Eure Mitarbeiter:innen zur Interaktion in sozialen Netzwerken wie LinkedIn zu animieren, kann eure Reichweite und Markenbekanntheit steigern und sich positiv auf euer Firmenimage auswirken. Doch oft sind Arbeitnehmer:innen unsicher, was und wie sie in Bezug auf ihren Arbeitgeber auf Social Media kommunizieren sollen. Das kann dazu führen, dass die Angestellten lieber gar nichts posten, bevor sie versehentlich etwas falsch machen.

Dieser Sorge könnt ihr entgegenwirken, indem ihr Social-Media-Guidelines entwickelt, an denen sich eure Mitarbeiter:innen orientieren können. Hier einige Beispiele, was die Guidelines enthalten können:

  • Legt einheitliche Schreibweisen und die gewünschte Tonalität fest.
  • Ordnet eindeutig zu, was kommuniziert werden darf und was nicht.
  • Stellt ein offizielles Logo in passender Auflösung für alle sozialen Netzwerke zur Verfügung.
  • Bereitet einen Ordner mit Bildmaterial vor.
  • Hinterlegt in LinkedIn empfohlene Beiträge – zum Posten und als Orientierung (s. Tipp 4).

Tipp 6: Titelbild regelmäßig aktualisieren

Das Titelbild befindet sich ganz oben auf eurer Unternehmensseite, hinter dem Logo. Hinterlegt hier ein aussagekräftiges Bild, das euer Unternehmen widerspiegelt. Doch das Titelbild ist noch mehr als ein digitales Firmenschild. Durch die prominente Platzierung lässt es sich wunderbar als Werbefläche nutzen. Habt ihr aktuelle Aktionen oder neue Produkte? Seid ihr bald auf einer Messe oder einem Kongress unterwegs? Dann kommuniziert das über euer Titelbild! Auch Änderungen an eurer Corporate Identity sollten auf dem Banner sichtbar sein.

Tipp 7: Newsletter per LinkedIn versenden

Richtig gelesen! Mit LinkedIn erreicht ihr euer Netzwerk nicht nur durch Beiträge, sondern auch per Newsletter. Das hat klare Vorteile für beide Seiten: Ihr tretet bei euren Abonnent:innen regelmäßig als Unternehmen in Erscheinung, während eure Leser:innen stetig mit aktuellen Neuigkeiten und interessanten Beiträgen versorgt werden – ohne jeden Aufwand. Ihr könnt den Newsletter sogar an Menschen ohne LinkedIn-Profil schicken – nur fürs Abonnieren und Teilen ist ein Account erforderlich.

Um Newsletter verschicken zu können, müssen vier Voraussetzungen erfüllt sein:

  1. Der Creator-Modus muss aktiv sein. Schaltet ihn in eurem Profil unter dem Punkt „Ressourcen“ ein.
  2. Die Community-Richtlinien müssen eingehalten werden.
  3. Ihr müsst mindestens 150 Follower haben.
  4. Ihr habt kürzlich einen eigenen Inhalt geteilt.

Sind diese Vorgaben erfüllt, klickt ihr im Bereich „Beitrag verfassen“ auf „Artikel schreiben“. So gelangt ihr ins Publishing-Tool, wo ihr nun „Newsletter verfassen“ anklickt – und los geht’s! Euer erster Newsletter wird sogar all euren Kontakten angezeigt, sodass jeder die Möglichkeit hat, ihn zu abonnieren. Danach erhalten nur noch die Abonnent:innen den Newsletter. Eine detaillierte Anleitung zum Erstellen eines Newsletters, sowie viele weitere Informationen bekommt ihr direkt bei LinkedIn.

Tipp 8: Expertise durch Artikel zeigen

Artikel bei LinkedIn sind eine Sonderform der Beiträge und funktionieren nach dem Blog-Prinzip. Die wesentlichen Unterschiede liegen in der Länge und den Formatierungsmöglichkeiten. Während Posts kurzgehalten werden sollten, bieten Artikel wie in einem Blog viel mehr Raum, um interessante Fachbeiträge zu verfassen. Das ist eure Chance, eure Expertise zu zeigen!

Nutzt Artikel, um branchenrelevante Themen aus professioneller Sicht zu erörtern und euren Mehrwert darzulegen. Da ihr beim Schreiben von Artikeln Zugriff auf einen klassischen Editor habt, ist es möglich, visuelle Elemente wie Grafiken und Videos im Fließtext einzufügen und gesonderte Formatierungen vorzunehmen. Ihr werdet heute nicht mehr mit dem Artikel fertig? Kein Problem! Entwurf speichern und morgen weitermachen.

Screenshot: Artikel verfassen im LinkedIn-Editor

Tipp 9: Fokusseiten erstellen

Fokusseiten, auch Showcase-Pages genannt, sind eine Erweiterung der Unternehmensseite und decken üblicherweise Geschäftsbereiche oder Marken ab. Sie eignen sich besonders, wenn ihr zu einem Aspekt viele Infos liefern könnt, die den Rahmen der Beiträge sprengen würden. Fokusseiten funktionieren ähnlich wie Unternehmensseiten, weil ebenfalls Beiträge gepostet und Performances analysiert werden können. Auf bis zu zehn Fokusseiten bietet ihr gezielt Content zu bestimmten Themen, um eine exakte Zielgruppe zu erreichen. Die Fokusseiten findet ihr unter „Verbundene Seiten“. Viele weitere Infos gibt es hier.

Tipp 10: Unique Content mit Mehrwert bieten

Last but not least: Content! Der mit Abstand wichtigste Aspekt bei der Content-Erstellung ist und bleibt der Mehrwert. Bietet euer Content keinen Mehrwert, ist er nutzlos. Es bringt euch nichts, beliebige Inhalte zu posten, nur um auf Social Media aktiv zu sein. Legt euren Fokus darauf, einzigartige Inhalte zu generieren, die euren Nutzer:innen etwas bringen – ob Infos, Anleitungen oder Produkttests, ob Texte, Bilder oder Videos.

Redaktionsplan

Ein strukturierter Redaktionsplan ist die absolute Grundlage für eine erfolgreiche Content-Erstellung. Im Redaktionsplan sind alle wichtigen Infos enthalten, sodass ihr immer einen Überblick über veröffentlichte und geplante Inhalte habt. Überlegt euch, wie die konkrete Umsetzung aussehen soll und welche Arbeitsschritte dafür nötig sind.

Unique Content

Einzigartige Inhalte sind essentiell wichtig, um euch von der Konkurrenz abzuheben und den Nutzer:innen ein Erlebnis zu bieten, das sie nirgendwo anders bekommen.

Mediale Umsetzung

Wertet eure Inhalte mit Rich Media auf – visuelle Elemente wie Fotos und Videos bereichern eure Texte. Versucht, möglichst viele eigene mediale Inhalte zu erstellen. Solcher Original-Content darf jedoch keinesfalls billig aussehen, sondern muss hochwertig produziert werden. Falls das eure Mittel übersteigt, denkt darüber nach, Profis zu engagieren, die die Produktion für euch übernehmen.

Call-to-action

Guter Content löst eine Handlung bei euren Nutzer:innen aus. Ob Kauf, Newsletter-Anmeldungen, Download oder Kontaktaufnahme – ruft eure User:innen gezielt zu Aktionen auf. Jetzt ausprobieren und Leads generieren!

Relevante Hashtags

In Social Media sind Hashtags unabkömmlich, weil sie euren Content für Nutzer:innen erreichbar machen, die euch (noch) nicht folgen. Eine optimale Anzahl an Hashtags gibt es nicht – überall liest man andere Zahlen. Wichtig ist, dass ihr Hashtags wählt, die wirklich relevant für euer Unternehmen sind, weil sie thematisch passen.

Regelmäßigkeit

Gerade Social-Media-Kanäle müssen regelmäßig bespielt werden, weil sie sonst von der Bildfläche verschwinden. Auf der anderen Seite dürft ihr es mit der Anzahl eurer Posts aber auch nicht übertreiben, weil eure Follower:innen euch dann als Spam wahrnehmen und aus ihren Abos streichen könnten. Auch hier gilt: Qualität schlägt Quantität, achtet jedoch darauf, in einem regelmäßigen Rhythmus ohne zu lange Pausen zu posten.

LinkedIn-Analytics

Nachdem ihr viel Arbeit in euren Content gesteckt habt, wollt ihr auch wissen, ob sich der Aufwand gelohnt hat. Das lässt sich zum Teil mit Analysetools wie LinkedIn-Analytics feststellen. Dort habt ihr Zugriff auf demografische Daten eurer Follower:innen und findet u.a. heraus, wie der Traffic auf eurer Unternehmensseite und den Fokusseiten aussieht, wie Nutzer:innen eure Seite entdeckt haben und wie stark das Engagement ist.

Smartphone und Stifte liegen auf Kalender mit farbig markierten Einträgen

 

Fazit

Eine optimierte LinkedIn-Unternehmensseite ermöglicht es euch, euer Netzwerk auszubauen, eure Markenbekanntheit zu steigern und euch als Branchenexpert:innen zu positionieren. Indem ihr regelmäßig und planvoll agiert, vergrößert ihr die Kundenbindung und gewinnt bestenfalls viele Neukund:innen dazu. Um eure Firmenseite erfolgreich zu nutzen, müsst ihr jedoch genügend Zeit und Arbeit investieren. Betrachtet eure Unternehmensseite am besten als eigenes Projekt!

Das klingt euch zu aufwändig und zeitintensiv? Wir helfen euch bei der Planung und Umsetzung eurer Unternehmensseite! Wir übernehmen für euch die Erstellung des Redaktionsplans und bespielen eure Seite regelmäßig mit hochwertigem Unique Content. Jetzt beraten lassen und eure LinkedIn-Unternehmensseite nach vorne bringen!

 

Bilder: Souvik Banerjee / unsplash.com; Geralt / pixabay.com; Pixelkult / pixabay.com; Pixabay / pexels.com

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