Google arbeitet an stark verbesserter Spracherkennung

Google arbeitet an stark verbesserter Spracherkennung
© Google Press Room

Reden anstatt Tippen: Nach diesem Motto möchte Google in den kommenden Jahren seine Technologie weiterentwickeln, die es dem Nutzer ermöglicht, mit seinem Gerät – egal ob Smartphone oder Notebook – zu sprechen. Dabei gibt der Konzern selbst an, die "beste Sprachsoftware" auf dem Markt überhaupt entwickeln zu wollen.

Dieses hochgesteckte Ziel verkündete Google auf der Entwicklerkonferenz I/O, welche Mitte Mai stattgefunden hat. Um dem Kunden direkt einen Eindruck zu vermitteln, wie sich das Unternehmen aus Kalifornien die Zukunft der Technologie vorstellt, wurde dort zudem ein Lautsprecher vorgestellt, der deutlich mehr Funktionen als die einfache Soundwiedergabe beherrscht: Das Modell trägt den Namen "Google Home" und gehorcht auf jedes Wort. Neben dem Abspielen von Musik auf Kommando ist auch eine Websuche (natürlich via Google) sowie die Erfüllung von Aufgaben zusammen mit weiteren verbundenen Geräten kein Problem für den High-Tech Lautsprecher. Aber auch ein Taxi zum eigenen Zuhause bestellen, online und ohne Aufwand, soll problemlos möglich sein.

Starke Konkurrenz für vorhandene Assistenten

Apples Spracherkennungssoftware „Siri“ ist spätestens seit regelmäßigem Auftauchen im Fernsehen beinahe allen Menschen ein Begriff, mit „Cortana“ bietet Microsoft seit Windows 10 ebenfalls einen virtuellen Zuhörer für PC, Tablet und Smartphone. Und auch Amazon mischt mit seinem Highend-Lautsprecher „Alexa“ kräftig mit. Die gesamte Konkurrenz soll von dem Google Assistent allerdings deutlich geschlagen werden. Google gibt an, bereits ein komplettes Jahrzehnt in die Entwicklung der Spracherkennung gesteckt zu haben. Mit dem neuen Assistenten sollen komplette Gespräche kein Problem mehr sein.

Steigende Bedeutung von Spracherkennung

Vor allem aufgrund der stetig steigenden Nutzung der Smartphones für die Websuche wird die Spracherkennung immer wichtiger. So werden laut Google bereits heute ca. die Hälfte aller Suchanfragen über mobile Endgeräte abgewickelt. Rund ein Fünftel aller Suchen werden sogar per Spracherkennung durchgeführt. Um seine Position auf dem hart umkämpften Markt halten zu können, muss der Konzern dementsprechend eine leistungsstarke Spracherkennung bieten können, um auch in Zukunft die Kunden an sich zu binden.


Jochen Moschko

 
Jochen Moschko
SEO & QS-Manager
Jochen Moschko arbeitet in den Bereichen Suchmaschinenoptimierung und Qualitätssicherung bei der FAIRRANK GmbH.