Windows 10: Cortana nicht mehr mit Google-Suche kombinierbar

Windows 10: Cortana nicht mehr mit Google-Suche kombinierbar
© Microsoft Newsroom

Microsofts Sprachassistent Cortana kann keine Suche über Google mehr durchführen. Dies soll aus technischen Gründen geschehen, doch wäre es auch aus marktstrategischer Sicht ein geschickter Zug.

Microsofts Sprachassistent hört, wie Apple's Siri oder Google Now, seinem Nutzer auf Knopfdruck zu. Man kann beispielsweise nach der Wettervorhersage fragen, auf den eigenen Kalender zugreifen oder Begriffe für die Suche im Internet diktieren. Für letzteres konnte man bis vor Kurzem Microsofts hauseigene Suchmaschine Bing durch eine andere, wie beispielsweise Google, ersetzen. Doch damit ist jetzt Schluss. Der Schritt soll erfolgt sein, weil Cortana mit Bing dank passgenauer Schnittstellen bessere Ergebnisse liefern können soll. Auch werden keine alternativen Webbrowser mehr unterstützt, sondern automatisch Microsoft Edge, der Nachfolger des Internet Explorers, hierfür verwendet.

Ein riskanter Schritt, der sich später aber als richtig erweisen kann

Für Nutzer, die Google als Suchmaschine bevorzugen, dürfte dieser Einschnitt schmerzhaft sein. Der genannte Grund klingt aus technischer Sicht plausibel, da Cortana an Bing maßgeschneidert angepasst ist. Dennoch stellt es für Microsoft ein Risiko dar, Nutzern die Verwendung von Google an dieser Stelle nicht mehr zu ermöglichen. Auf der anderen Seite könnte sich dieser Schritt aber gerade auch als richtig erweisen, wenn es Microsoft gelingen sollte, über Cortana mehr Nutzer an Bing heranzuführen.
 
Gerade in Deutschland ist Googles Marktanteil im Bereich der Internetsuche mit mehr als 94 % unangefochten hoch. In anderen Ländern, beispielsweise den USA, haben alternative Suchmaschinen mehr Luft zum atmen. Bing erreicht hier einen Marktanteil von etwas mehr als zehn Prozent, während sich "nur" etwas weniger als 80 % aller Nutzer für Google entscheiden.

Cortana wird immer weiterentwickelt

Der Sprachassistent Cortana wird seitens Microsoft stetig weiterentwickelt. Im nächsten größeren, für diesen Sommer geplanten Update für Windows 10, Codename "Redstone", sollen sogar Benachrichtigungen von mobilen Geräten auf dem Windows-PC angezeigt werden können (wir berichteten).


Jochen Moschko


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Jochen Moschko
SEO & QS-Manager
Jochen Moschko arbeitet in den Bereichen Suchmaschinenoptimierung und Qualitätssicherung bei der FAIRRANK GmbH.