„OK Google“ nicht mehr überall verfügbar

OK Google
© Frank Peters – Fotolia.com

In den letzten Tagen erhielt der Browser Google Chrome mit laufender Versionsnummer 46 ein paar neue Features, die nicht allen Nutzern gefallen dürften: Allem Anschein nach wurde für die Spracherkennung die Phrase „OK Google“ verbannt.

Chromebooks bleiben von der Entscheidung unberührt

Bislang konnten auch Desktop-Nutzer, an deren PC ein Mikrofon angeschlossen war, die Worte „OK Google“ zum Start der Suche verwenden und sich von der komfortablen Sprachsteuerung durch das World Wide Web nahezu von Geisterhand navigieren lassen. Mit der neuen Chrome-Version Nr. 46 verbannt Google diese komfortable Möglichkeit der Sprachsteuerung. Ab sofort müssen Nutzer – wie früher schon – ein in der Suchleiste angebrachtes Mikrofon-Symbol anklicken, um die Suche via Spracherkennung eingeben zu können. Chromebooks sollen jedoch nach wie vor mit der gewohnten Spracheingabe ausgestattet sein. Ob sich der  US-Konzern bewusst dazu entschieden hat, um die eigene Plattform mit seiner Entscheidung aufzuwerten, ist nicht bekannt.

Mangelnde Nachfrage oder Luxusentscheidung?

Die Entscheidung für die Entfernung fiel jedoch nicht zufällig: Nach Bekanntgabe der eingeschränkten Nutzung verwies Google darauf, dass die Sprachsteuerung nur von verhältnismäßig „wenigen“ Nutzern intensiv genutzt wurde. Das Unternehmen spricht aber zu keinem Zeitpunkt von Ressourcen-Einsparungen, was sensible Kritiker auf ein Luxus-Problem schließen lässt. Entgegen der allgemeinen Wahrnehmung empfanden die Verantwortlichen bei Google die Erfolgsquote von „OK Google“ offensichtlich nicht als ausreichend.

Gespeicherte Spracheingaben löschen

Google speichert übrigens die von Ihnen vorgenommenen Spracheingaben. Wenn Sie diese Löschen möchten, können Sie dies über https://www.google.com/history tun – hier haben Sie auch die Möglichkeit, Ihren gesamten Suchverlauf, der auch über Texteingaben zustande kommt, zu löschen.


Jochen Moschko

 
Jochen Moschko
SEO & QS-Manager
Jochen Moschko arbeitet in den Bereichen Suchmaschinenoptimierung und Qualitätssicherung bei der FAIRRANK GmbH.