Microsoft trennt sich von Internet Explorer

Microsoft trennt sich von Internet Explorer
© Microsoft

Im Januar haben wir in einem Blogbeitrag über Windows 10 die Entwicklung des neuen Browsers mit dem Codenamen „Projekt Spartan“ berichtet. Zum damaligen Zeitpunkt hat Microsoft noch keine konkrete Aussage über die Zukunft des Internet Explorers gemacht. Jetzt hat Chris Capossela, Marketing-Chef von Microsoft, bekannt gegeben, dass der Internet Explorer eingestampft und der ganze Fokus auf den neuen Standard-Browser gelegt wird.

„Projekt Spartan“ – der neue, schnellere Browser

Microsoft will einen klaren Schnitt zwischen den Browsern ziehen und stellt die Entwicklung des Internet Explorers ein. „Spartan“ soll nicht unter dem schlechten Image des IEs leiden. Lediglich um die Abwärtskompatibilität für Enterprise-Versionen zu gewährleisten, wird der Browser in Windows 10 installiert sein. Für Privatnutzer wird hingegen nur „Spartan“ in Windows 10 enthalten sein. Das neue Aushängeschild von Microsoft ist mit der neuen Rendering- Engine mit dem Namen "Edge" ausgestattet und kann sich gegen die Konkurrenten, wie Chrome und Firefox, durch Schnelligkeit und innovatives Design behaupten. Einen endgültigen Namen hat Microsoft noch nicht gefunden. Zur Markenerkennung soll der Firmenname „Microsoft“ in die Browserbezeichnung einfließen.

Das Ende von Internet Explorer

Nach 20 Jahren trennt sich Microsoft von seinem Standard-Browser Internet Explorer. Der altbewährte Browser hatte in den letzten Jahren viele seiner Anhänger verloren und wurde bei vielen Kunden durch die Konkurrenz aus dem Hause Google und Mozilla ersetzt. Das schlechte Image des Browsers konnte auch durch die Weiterentwicklung und Neuerungen in Internet Explorer 11 nicht aufgebessert werden. Mehr Aufsehen erregte der Internet Explorer oftmals durch seine Sicherheitslücken. Sogar die neueste Version des Browsers Internet Explorer 11 wurde von Sicherheitsproblemen nicht verschont. Im Dezember 2014 leitet der Austritt des Chefs der Internet Explorer-Sparte, Dean Hachamovitch, die Wende in der Browserentwicklung von Microsoft ein. Hachamovitch war 10 Jahre lang für den Internet Explorer verantwortlich und hat insgesamt über 24 Jahre bei Microsoft gearbeitet.


Yana Kazachkova