Google auf Zukunftskurs: Übernahme von Nest Labs

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Google verkündete Anfang dieser Woche die Übernahme eines Anbieters für digitale Thermostate und Feuermelder. Der amerikanische Internet-Konzern setzt mit dem Unternehmen Nest Labs auf den noch recht jungen Zweig „Vernetzte Haustechnik“.

Für satte 3,2 Milliarden Dollar übernahm Google Nest Labs, dies ist nach dem Kauf von Motorola (12,5 Milliarden Dollar) der höchste Einkauf des Internetriesen. Nest Labs wurde von ehemaligen Apple-Mitarbeitern gegründet und feierte mit seinen eleganten Designs für ansonsten tröge Hausgeräte Erfolge.

Die Eleganz der lernfähigen Heizungsregler und Feuermelder kommt nicht von ungefähr: Auch der „Vater des iPods“ Tony Fadell zählt zu den Gründern von Nest Labs. Die entwickelten Geräte können unter anderem erkennen, ob eine Person in der Wohnung ist oder in welchem Zimmer sie sich gerade befindet.

Natürlich schürte die Nachricht dieser Übernahme die Befürchtung „Google spioniere künftig in unseren Wohnzimmern“, jedoch zerstreute Fadell diese Gerüchte. Auch weiterhin werde auf die strengen Datenschutzrichtlinien des Unternehmens Wert gelegt und keinerlei Nutzerdaten an andere Dienste weitergeleitet.  Zudem verfügt Nest Labs über ein eigenes Hackerteam, um so eventuelle Schwachstellen zu ermitteln. “Unsere Datenschutzrichtlinie beschränkt die Nutzung von Kundendaten auf die Bereitstellung und Verbesserung der Produkte und Dienste von Nest. Wir haben den Datenschutz immer sehr ernst genommen und daran wird sich nichts ändern.”, betont Nest-Mitgründer Matt Rogers.

Fachleute bewerten den Nest-Kauf als positiv, denn es ist nicht unwahrscheinlich, dass Google die Technologie, die den lernfähigen Reglern zugrunde liegt, auch auf andere Geräte übertragen wird. Zumindest feilt Google mit Nest eifrig an seinem Vorstoß in das Segment Smart Home.

Quelle: statista

 

Ina Tarantina