Studie: Welches Werbeformat ist bei Videos effektiv?

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Zwei Forscher der University of Massachusetts Amherst veröffentlichten in Zusammenarbeit mit Akamai unlängst eine Studie mit dem Titel „Understanding the Effectiveness of Video Ads: A Measurement Study“. In dieser Studie untersuchten sie wie Videowerbung wahrgenommen wird und welche Formen der Videowerbung am häufigsten vollständig angesehen werden.

Akamai, Anbieter für Cloud Services, lieferte den Forschern die Daten: Die Untersuchung basiert auf 257 Millionen Online-Ads (aus 300 Quellen) und 367 Millionen weltweit gesendeten Videos, die 65 Millionen Nutzern sahen. Die Forscher konnten feststellen, dass vor allem die zeitliche Platzierung der Ads innerhalb der Videos maßgeblich dafür verantwortlich ist, ob eine Videoanzeige komplett vom Nutzer angesehen wird. Unterschieden wird hier zwischen Pre-, Mid- und Post-Rolls. Pre-Rolls werden dem Nutzer vor dem eigentlichen Content angezeigt, Mid-Rolls unterbrechen den Video-Content und Pre-Rolls werden nach dem Video abgespielt.

Die Studie ergab, dass vor allem Post-Rolls von Nutzern nicht zu Ende geschaut werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Nutzer eine Video-Ad bis zum Schluss ansieht, ist bei Mid-Rolls 18 Prozent höher als bei Pre-Rolls. Nun, das verwundert nun nicht, denn Internetnutzer sind ein die Schnelligkeit liebendes Völkchen und somit sehr ungeduldig. Aber sie sind auch „treu“, Mehrfachbesucher einer Webseite sind Video-Ads gegenüber toleranter als Erstbesucher, die Video-Ads bereits nach kurzer Zeit überspringen möchten.

Auch die Art des Video-Contents nahmen die Forscher unter die Lupe. Ads in Spielfilmen oder Serien, also so genannten Langformaten, werden von 87 Prozent zu Ende geschaut, gleiche Video-Ads in Kurzformaten erreichen nur 67 Prozent. Ob die Video-Ads nun morgens oder abends ausgeliefert werden, spielt für Nutzer keine Rolle.

Komplette Studie

 

Ina Tarantina