So erhöhen Sie die Konversionsrate Ihrer Website

So erhöhen Sie die Konversionsrate Ihrer Website
© Jürgen Fälchle – Fotolia.com

In Zeiten zunehmender Konkurrenz im Netz, wird der Erfolg einer Website vor allem anhand der Tatsache gemessen, wie viele Nutzer auf der Seite auf eine gewünschte Weise agieren. Die Besucherzahlen allein sind schon seit einiger Zeit kein ausschließlicher Erfolgsfaktor mehr. Stattdessen sind die Anstrengungen besonders darauf ausgerichtet, eine möglichst hohe Conversionrate zu erzielen. Damit dies erfolgreich gelingt, sollten ein paar Dinge berücksichtigt werden.

Konversionen festlegen

Für eine hohe Anzahl an Conversions kommt es zunächst darauf an, dass der Seitenbetreiber seine Ziele definiert. Bei einem Onlineshop  ist dies in der Regel vergleichsweise einfach. Typischerweise sollen die Besucher der Seite eines der angebotenen Produkte kaufen. Es verfolgen jedoch nicht nur Onlineshops bestimmte Ziele, die als Conversion definiert werden können.   Auf Websites, auf denen keine Produkte verkauft werden, können beispielsweise das Abonnieren eines Newsletters, das Absenden eines Kontaktformulars oder aber auch ein Anruf über eine bestimmte Telefonnummer als Conversion zählen.

Ist das gewünschte Ziel definiert, geht es im nächsten Schritt darum, Wege zur optimalen Umsetzung zu finden. Von besonderer Bedeutung ist dabei der Call-to-Action. Dabei handelt es sich um eine klare Handlungsaufforderung, mit der ein Besucher beispielsweise zum Kauf einer Ware aufgefordert wird. Diese sollte deutlich sichtbar auf der Seite platziert sein und kann durchaus auch einmal gegen das Corporate Design verstoßen. Wichtig hierbei ist, dass der Call-to-Action aus den anderen Informationen und Designelementen auf der Webseite hervorsticht.

Den Kunden überzeugen

So bedeutsam die Handlungsaufforderung an den Kunden auch ist, so reicht sie oft als alleiniges Verkaufsargument nicht aus. Für eine Steigerung der Conversionrate muss sich ein Seitenbetreiber auch Gedanken über seinen Unique-Selling-Point (kurz "USP") machen. Hier geht es darum, dem Kunden aufzuzeigen, wie sich das eigene Angebot von dem der Konkurrenz abhebt. Klassische Dinge sind dabei beispielsweise Preis, Versandkosten oder Qualität. Mitunter können es aber auch weniger naheliegende Punkte sein, welche für den Kunden am Ende den Ausschlag geben können.

Damit die eigenen Argumente und der Call-to-Action vom Kunden bestmöglich wahrgenommen werden können, sollten sie möglichst weit oben auf der Website platziert sein („above the fold“). Muss der Besucher erst einmal scrollen, wirkt sich dies nicht selten negativ auf die Conversionrate aus.

Maßnahmen überprüfen

Oft lässt sich nicht sicher einschätzen, wie sich Maßnahmen auf den Kunden auswirken. Als sehr nützlich hat sich dabei der sogenannte A/B-Test erwiesen. Dabei werden jeweils zwei Gestaltungen, die sich in einem bestimmten Punkt unterscheiden, gegeneinander getestet. Auf diese Weise lassen sich sogar zwei Versionen einer Webseite miteinander vergleichen, so dass der Betreiber ermitteln kann, welche Variante sich besser schlägt. Ein solcher Test kann wesentlich einfacher durchgeführt werden, als es zunächst den Anschein hat. Vergleichsweise simpel geht es beispielsweise mit Google Analytics, wo das Testverfahren jetzt auch in den Funktionsumfang integriert wurde.

Grundlegendes beachten

So nützlich die vorstehend angesprochenen Punkte für eine Verbesserung der Conversionrate sein können, so wirkungslos sind sie, wenn ein Webseitenbetreiber gestalterische Grundlagen nicht beachtet. Um eine hohe Zahl an Konversionen zu erzielen, ist es quasi unabdingbar, dass die Website beim Besucher einen ansprechenden, seriösen Eindruck hinterlässt. Gerade wenn es sich um einen Onlineshop handelt, spielt dies eine tragende Rolle. Vertrauen schaffende Elemente, wie bspw. Zertifizierungen von anerkannten Instituten oder Behörden (TÜV- oder Trusted Shops-Siegel) sowie die Anzeige von Kundenbewertungen können die Kunden zum Kauf animieren. Auch die Anzeige der unterstützen Bezahlmöglichkeiten (Paypal, Skrill etc.) trägt maßgeblich dazu bei, dass sich ein Kunde für den Kauf entscheidet. Zudem gewinnt der Datenschutz immer mehr an Bedeutung. Kann man dem Kunden aufzeigen, dass seine Daten gut geschützt sind, dann wirkt sich dies oft deutlich positiver auf das Vertrauen gegenüber dem Angebot aus.

Zuletzt sollte darauf geachtet werden, dass die Besucher möglichst unkompliziert auf der Webseite navigieren können. Auch hier können Betreiber von Onlineshops viel erreichen, indem sie z.B. den Bestellvorgang so einfach wie möglich gestalten. Zu viele Pflichtfelder, Zwischenschritte und Textfelder schrecken potenzielle Kunden ab und sorgen erfahrungsgemäß für eine geringere Conversionrate.


Jochen Moschko

 
Jochen Moschko
SEO & QS-Manager
Jochen Moschko arbeitet in den Bereichen Suchmaschinenoptimierung und Qualitätssicherung bei der FAIRRANK GmbH.