Wie gestalten Sie die optimale Landingpage?

Wie gestalten Sie die optimale Landingpage?
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Eine Landingpage ist eine Website oder Unterseite, die ein konkretes Marketingziel verfolgt und den Kunden direkt von einer Suchanzeige oder einem Banner zu den Inhalten leitet, die für ihn am Interessantesten sind. Das Ziel einer Landingpage ist es, die Besucher der Seite in Kunden zu verwandeln. Versteht es ein Werbetreibender, eine optimale Zielseite zu erstellen, kann die Anzahl der Kunden somit um ein Vielfaches erhöht werden. Das Ziel der Landingpage sollte durch den Aufbau klar definiert sein. Hier erfahren Sie, welche Elemente auf einer guten Zielseite unentbehrlich sind und welche Bestandteile unbedingt empfohlen werden..

Benutzerfreundlich ab dem ersten Klick

Die meisten Menschen nutzen heutzutage ein ganzes Arsenal an Apparaten um im Internet auf die Suche nach Produkten und Informationen zu gehen. Im Büro ist es der Desktop-PC, in der Bahn das Smartphone und auf dem Sofa das Tablet. Deshalb ist es wichtig, dass eine Landingpage responsiv gestaltet ist, das heißt, dass sich die Seite an die Größe des jeweiligen Endgeräts anpasst (wir berichteten).

Auf der Landingpage sollte unbedingt das Firmenlogo zu finden sein – der Nutzer soll mühelos sehen können, wo er gelandet ist. Eine nach Usertests sehr gute Position für das Logo ist oben links, denn dort wird es von vielen Nutzern erwartet. Diese Platzierung ist dennoch nicht obligatorisch zu befolgen, die beste Stelle für das Firmenzeichen kann je nach Design, Aufbau und Zielgruppe variieren. Außerdem sollte das Logo mit einem Link zur Startseite der Website ausgestattet sein.  Das Logo bzw. der Name der Firma schafft einen Wiedererkennungswert gegenüber den Besuchern, die über einen Banner oder eine Anzeige im Suchnetzwerk auf die Landingpage gekommen sind.

Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte und so sollte bei der optimalen Landingpage genau die Visualisierung des zu bewerbenden Produkts gewählt werden, die für den Kunden am Überzeugendsten wirkt. Dabei gilt es, die Zielgruppe im Auge zu behalten: Abnehmer für Designermöbel erreicht man, so ist es anzunehmen, durch eine stilsichere Darstellung des einzigartigen Designs der Produkte. Mögliche Patienten für eine lokale Zahnarztpraxis lassen sich wahrscheinlich über das Foto der freundlichen Zahnärztin überzeugen. Interessant können auch abgeschnittene Bilder sein, die zum Scrollen anregen – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Inhaltliche Überzeugungskraft durch USP-Kommunikation

Jede Landingpage sollte eine Überschrift – das Produkt oder Angebot, und eine Subline – die Beschreibung der zuvor genannten Sache, enthalten. Außerdem bedarf es zusätzlich einem Einleitungstext, der nur so lang ist, dass der Nutzer ihn gerne liest und doch so umfassend ist, dass die wichtigsten Informationen wiedergegeben werden. Mit Bullet-Points lassen sich die Alleinstellungsmerkmale wunderbar darstellen und sind für den Nutzer durch die Aufzählungszeichen auf den ersten Blick erkennbar. Sie sollten genau die Punkte beinhalten, die das Angebot als einzigartig, außerordentlich oder vorteilhaft kennzeichnen. Nachdem der Kunde dann weiß, um welches Produkt welcher Firma es sich handelt, durch was es sich auszeichnet und welchen Nutzen es ihm bringt, geht es ans Eingemachte: durch einen klaren Call-to-Action.

Ein Call-to-Action ist eine konkrete Handlungsaufforderung, der durch das Bestimmen des Marketingziels im Voraus festgelegt wird. Er beschreibt den letzten Schritt, bevor der Kunde das Ziel erfüllt und ist deshalb einer der wichtigsten Bestandteile der Landingpage. Durch den Call-to-Action weiß der Nutzer genau, was er zu tun hat. Da verschiedene Kampagnen unterschiedliche Ziele verfolgen, kann hier kein allgemeingültiges Exempel angegeben werden. Möglich ist jedoch beispielsweise die Aufforderung „Jetzt kaufen“ bei einem Onlineshop, „Angebot anfordern“ bei einem Schreiner oder „Erstberatung sichern“ bei einem Finanzdienstleister. Um mögliche zweifelnde Kunden in diesem Schritt – denn vielleicht wollen sie die Website gerade verlassen – doch noch zu überzeugen, ist es empfehlenswert, die Nutzervorteile im Call-to-Action zu kommunizieren. Für einen Onlineshop könnte dies „Jetzt 10%-Frühlingsrabatt sichern!“ lauten, für den Schreiner hieße das beispielsweise „Kostenloses Angebot anfordern!“ und für den Finanzdienstleister „Persönliche Fachberatung sichern!“. Entscheidend ist es dann, die Versprechen zu halten und das Vertrauen der Kunden nicht zu enttäuschen.

Wichtig bei der optimalen Landingpage ist, das Ziel und die Zielgruppe nicht aus den Augen zu verlieren. Eine Zielseite sollte deshalb niemals zu voll sein und durch überflüssige Informationen vom eigentlichen Angebot ablenken. Wer dennoch etwas Platz übrig hat und über attraktive Siegel und Auszeichnungen, sowie sehr gute Testimonials verfügt, kann diese wunderbar als Trust-Merkmale platzieren und das Vertrauen der Nutzer gewinnen.


Madeleine Schwab