Warum Linkaufbau alleine nicht mehr ausreicht

Linkaufbau
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Wenn Ihre Webseite in Suchmaschinen zu einem bestimmten Suchwort gut gefunden werden soll – und dieses Suchwort mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls von einem Konkurrenten verwendet wird - brauchen Sie vor allem eine größere Menge an qualitativen Backlinks. Sogenannte „Backlinks“ sind eingehende Links, die von einer anderen Webseite aus auf die eigene Webseite führen.  Der Besitzer einer Webseite sollte nach Google-Maßstäben eigentlich keinen großen Einfluss haben. In der SEO-Szene wurden in den vergangen Jahren jedoch die unterschiedlichsten Taktiken entwickelt um Backlinks zu generieren und die Menge der Backlinks hochzutreiben. Somit wurden diese zu einem der wichtigsten Instrumente um das Ranking der eigenen Webseite für bestimmte Suchwörter zu erhöhen.

Techniken zur künstlichen Vergrößerung der Backlinkmenge

Unter anderem wurden Methoden wie „Linkbuying“, also das Einkaufen von Backlinks, als Möglichkeiten benutzt, um die Menge an Links künstlich zu vermehren, anstatt auf ein organisches Linkwachstum zu setzen. Eine weitere populäre Technik zur Vergrößerung des Speichers an Backlinks war die Methode des „Guest Bloggings“.

Guest Blogging ist das gegenseitige Einstellen von redaktionellen Inhalten auf der eigenen Webseite um für beide Seiten einen Mehrwert für die Zwecke der Suchmaschinenoptimierung zu erwirtschaften.

Webspamchef von Google schwört dem Guestblogging ab

Laut einem Blogartikel aus dem Januar 2014 von Matt Cutts, der im Jahre 2000 als Entwickler zu Google stieß und mittlerweile der Chef der Webspamabteilung ist, gilt das Guest Blogging aus SEO-Zwecken von nun an als Spam. Er erklärte zwar, dass Guest Blogging in einem gewissen kleineren Maße weiterhin hilfreich sein kann um die Community zu vergrößern oder die eigene Marke zu stärken, es jedoch im Übermaße und bei inhaltsschwachen Beiträgen als Spam vom Algorithmus erkannt und bestraft wird.

Da solche Methoden den Suchalgorithmus von beispielsweise Google untergraben sollen, arbeiten die Google Entwickler stetig daran, solche Praktiken zu erkennen und sie auszuhebeln, in dem der Suchalgorithmus kontinuierlich verbessert und verändert wird. Dadurch sollen solche Methoden unbrauchbar gemacht werden.

Langfristige Markenbildung als SEO-Technik

Nach dem bekannten Blogger Joost de Valk, der auf Webentwicklung und Suchmaschinenoptimierung spezialisiert ist, sollte die SEO-Szene in Zukunft ihr Hauptaugenmerk auf die Verbesserung des eigenen Branding setzen, anstatt sich lediglich neue Taktiken auszudenken, die den Google-Algorithmus austricksen und künstlich die Linkmenge aufpumpen sollen.

Suchmaschinenoptimierer sollen vermehrt  inhaltlichen Aspekt fokussieren um  ihre Website populärer und attraktiver für Suchmaschinen zu gestalten. Dazu muss die eigene Marketingstrategie langfristig geplant werden. De Valk berichtet an dieser Stelle von der Vorhergehensweise seines eigenen Unternehmens. Seine Onlineplattform „yoast.com“, verwendet seit geraumer Zeit viel Zeit und Energie in die Entwicklung von neuen Designs, Konferenzsponsorings und Reden auf Konferenzen um die eigene Marke zu stärken und den Wiedererkennungswert zu steigern. Diese Methodik führt laut de Valk dazu, dass Leute auf ihrer Website Links zu ihm setzen, weil Ihnen die Marke an sich und der Content zusagt. Als de Valk zu Besuch im Silicon Valley war, lernte er Entscheider von verschiedenen Unternehmen kennen, deren SEO-Strategie ist es die eigene Marke so attraktiv zu machen, dass die Leute eigenständig auf sie aufmerksam machen.

 „Most of them are building something so cool, that people link to it because they like it.“ – Joost de Valk

Die meisten Firmen erschaffen etwas so cooles, dass die Leute Backlinks schalten, einfach weil sie es mögen.

Der Trend geht somit nun immer mehr zum natürlichen Linkwachstum. Diese Art des Linkbuildings wird vom Google-Algorithmus erkannt und belohnt. Daher lohnt sich auf die langfristige Sicht die Orientierung in die Richtung von hochwertigem und einzigartigem Content.

 

Nicolas Gottschalk