Facebook setzt auf Neuerungen

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Facebook startet in dieses Jahr mit so einigen Neuankündigungen. Dazu gehören unter anderem ein neues Newsfeed-Design und die Einführung einer sogenannten Trendliste.

Facebook möchte (aktuellen Screenshots zufolge) den Newsfeed der Benutzer zu einem digitalen Zeitungskiosk umwandeln. Der Newsfeed-Algorithmus soll vor allem qualitativ hochwertigen Inhalten eine bessere Sichtbarkeit (und Übersichtlichkeit) bei den Nutzern verschaffen. Eine Maßnahme in diese Richtung ist die Anpassung des Designs, so wird Facebook sich wohl an klassischen Stil-Elementen der Old-School-Medien, wie beispielsweise Überschriften mit Serifen abbilden, bedienen.

Des Weiteren werden voraussichtlich auch die Navigation geändert und die Newsfeed-Elemente an anderen Stellen eingebunden. Facebook wird auch künftig auf große Artikelbilder setzen, denn diese animieren die Nutzer zum Klick. Der Entschluss, unterhaltenden Content wie z. B. Videos und Memes weniger Raum einzuräumen, kommt nicht von ungefähr: Eine Studie von PewResearch ergab, dass 30 Prozent der befragten Nutzer aus den USA ihre Nachrichten über Facebook beziehen. In Deutschland beziehen, einer Studie von TNS Infratest zufolge, fast 66% der 14- bis 29-Jährigen informieren sich via Facebook über Politik, Kultur und Wirtschaft.

Mit der Trendliste greift Facebook nach der Einführung der Hashtags ein weiteres beliebtes Stilmittel des Kurznachrichtendienstes Twitter auf und hofft, damit Nutzern mehr Übersichtlichkeit zu bieten. Die Trending Topics, also die wichtigsten Themen des Tages, sollen in der rechten Leiste bei Facebook angezeigt werden. Laut Facebook zeigt diese Liste die Ereignisse, die am häufigsten mit einem „Like“ bewertet und kommentiert wurden.

Jedoch sollen die Trending Topics bei jedem Nutzer verschieden sein und auf den Interessen des Nutzers basieren. Auch Beiträge mit einer hohen Klickrate innerhalb des Facebook-Universums werden angezeigt. Dass diese individuelle Umsetzung der Trending Topics jedoch etwas kniffliger als angekündigt ist, zeigt ein Artikel auf techcrunch.com. Ein Reporter hat die Trends getestet und konnte keine Perosnalisierung feststellen: zwei der drei sofort sichtbaren Trends handelten von Skandalen aus dem Sportbereich, dabei interessiere sich der Autor überhaupt nicht für Sport und ist auch keine Anhänger von auf Sport-fokussierten Fanseiten.

Momentan ist die Trend-Funktion nur ein einzelnen Ländern bereits integriert, wann deutsche Facebook-Nutzer das neue Feature erhalten, ist noch unklar.

 

 

Ina Tarantina