Studie: Warum werden Nutzer Fan einer Marke auf Facebook?

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Eine aktuelle Studie der LMU München und der Agentur webguerillas beschäftigt sich mit der Thematik: „Markenführung 2.0 – Ein Social Media User Kompass“. Dabei ergab die Studie, dass klassische Kriterien wie Sympathiefaktor oder Marken-Identifikation eher eine geringere Rolle spielen, wenn Nutzer Facebook-Fan einer Marke werden.

Durch eine Befragung von 136 Facebooknutzern in sogenannten Tiefeninterviews ermittelte die Ludwig-Maximilians-Universität München gemeinsam mit der Agentur webguerillas unter anderem folgende Ergebnisse:



- 86% der Befragten würden einer Marke trotz fehlender Sympathie folgen.
- 81,6% folgen Marken um weiterführende Informationen zu Produkten oder Dienstleistungen zu erhalten.
- Nur 22,1% drücken den Like-Button aus persönlicher Verbundenheit mit der Marke.
- Nur 5,9% lehnen verkaufsfördernde Maßnahmen (z.B. Rabattaktionen, Vorteilsgewährungen) von Marken im sozialen Netz ab.

Doch so rasch wie Nutzer einer Marke bei Facebook folgen, so rasch kann diese „Freundschaft“ auch wieder beendet sein: So nehmen 45,6% der Befragten auch mal ein Like zurück, wenn das Produkt oder die Marke nicht mehr gefällt, 37,5% sind genervt und entliken, wenn die Marke zu häufig in ihrer Timeline mit Postings auftaucht.

David Eicher, Geschäftsführer webguerillas, über die Ergebnisse der Studie: „Diese Insights zeigen, dass User häufig einen sehr rationalen, rein nutzenorientieren Zugang zu Marken im Social Web haben. Dies erfordert eine völlig andere Form der Markenführung und damit auch der Kommunikation als in den traditionellen Medien.“

Vollständige Studie mit detaillierten Auswertungen

 

ina Tarantina