Pinterest: Mehr als nur ein virtuelles Bilderbuch

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Mit seinen aktuellen Neuerungen möchte Pinterest nach vier Jahren mit Facebook und Twitter gleichziehen und setzt nun seine Monetarisierungsideen in die Tat um. So werden nun neben den nutzergenerierten Bildern auf der virtuellen Pinnwand auch Anzeigen zu sehen sein.

Wie auch in anderen sozialen Netzwerken werden diese Anzeigen gekennzeichnet, bei Pinterest als „Promoted Pins“. Ben Silberman, Gründer von Pinterest, beteuerte jedoch zeitnah zum Erscheinen dieser Neuigkeit im Blog, dass die Anzeigen sehr dezent in die Pinnwand eingefügt werden.

Zudem schloss er Bannerwerbung und Pop-ups komplett aus, denn Werbung auf Pinterest soll vor allem relevant und ansprechend sein. Die ersten Tests zu den „Promoted Pins“ laufen bereits innerhalb der Suche auf der Plattform.

Pinterest geht recht clever vor, um ihre Nutzer mit den neuen Werbeanzeigen nicht zu verprellen: Neben den „Promoted Pins“ führte das Netzwerk u.a. neue Benachrichtigungen für Nutzer ein. Nun werden Nutzer informiert, wenn es Preisveränderungen bei von ihnen gepinnten Artikeln stattfinden. Zudem erweitert Pinterest die Funktionen der Pins, so können jetzt nicht nur hübsche Bilder gepinnt werden, sondern auch Texte veröffentlicht werden. Die Erweiterungen der Textbeiträge umfassen nun – anstatt wie bislang ausschließlich Link und Bild – Titel, Autor, Link und Bild.

Diese Erweiterung begründet das soziale Netzwerk mit dem Userverhalten der letzten Jahre. Verlage nutzen Pinterest unter anderem um ihren Texten eine breitere Reichweite zu verschaffen. Zudem positioniert sich das Unternehmen mit dieser Neuerung als Bookmark-Dienst (ähnlich wie Delicious) und verbreitert damit einfach und charmant seine Nutzergruppe.  
Im offiziellen Pinterest-Blog kann man zu dieser Strategie folgendes lesen: “when you come across articles you may not have time to read, or just want to keep for later, you can save them to your own reading list board. For example, you may be reading a lot about healthy living, so you could save the most interesting articles to a healthy reading board.” Damit ist die Fokussierung in Richtung Bookmark-Dienst nicht mehr von der Hand zu weisen.

Die Entwicklung des Netzwerkes bleibt spannend. Was Pinterest ist und welche Möglichkeiten das Netzwerk bislang bot, ist hier zu lesen.

Quellen: Techcrunch / Pinterest

 

 

Ina Tarantina