Facebook: Neues Feature und neuer Verstoß

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Das größte soziale Netzwerk probiert schon wieder etwas Neues aus und möchte sich mit einer Neuerung als berufliche Plattform positionieren. Für berufliche Kontakte benutzen die meisten Internetnutzer Xing oder LinkedIn, Privates wird häufig über Facebook, Twitter und Co geteilt. Doch nun veröffentlichte Facebook für US-Nutzer testweise ein neues Feature: Professional Skills. Hier können Nutzer Qualifikationen oder Erfahrungen angeben.

Somit würde Facebook auch für Arbeitgeber eine interessante Recruiting-Möglichkeit bieten. Durch das Verlinken der angegebenen Interessen mit den beruflichen Fähigkeiten sind potenzielle Arbeitnehmer durch die Graph Search „sichtbar“ und können gezielt angesprochen werden.

Ob sich Facebook mit dieser Funktion in eine Liga mit LinkedIn und Xing katapultieren kann, bleibt abzuwarten. Möchten Nutzer überhaupt private und berufliche Dinge in einem Netzwerk vereinen?

Social Job Partnership

Bereits im November letzten Jahres stellte Facebook eine Anwendung vor, mit der das Netzwerk zur Jobbörse wird. Die App liefert Jobangebote von unter anderem Monster.com, BranchOut und Work4Labs. Laut der Pressemitteilung von Facebook nutzt die Hälfte der Arbeitgeber Facebook im Rahmen ihrer Recruiting-Aktionen. Knapp 90 Prozent der Befragten gaben an, dass die Nutzung von Facebook die sonst erforderliche Printwerbung um einiges verringerte. Wir sind gespannt, wann Facebook diese Funktion auch in Deutschland implementieren wird, denn bislang ist auch die Jobbörse nur in den USA verfügbar.

Umstrittene Werberegeln

In der vergangenen Woche geriet Facebook bzgl. der Änderungen an seinen Nutzungsbedingungen (Werberichtlinien) unter Beschuss. Mittlerweile reichten sechs Datenschutzorganisationen Beschwerde ein, um zu verhindern, dass Facebook mit den geänderten Bedingungen uneingeschränkt mit Namen, Profilbildern und Interessen seiner Nutzer werben kann. Nun rudert Facebook zurück und verschiebt die Einführung der neuen Werberegeln.

 

 

Ina Tarantina