Was ist eine XML-Sitemap und welcher Zweck steht dahinter?

XML-Sitemap
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Der Zweck von XML-Sitemaps für Suchmaschinen

Viele von Ihnen haben den Begriff „Sitemap“ sicherlich schon mal gehört. Dabei handelt es sich um eine Baumstruktur, anhand derer eine Website und ihre Unterseiten abgebildet werden. Doch Vorsicht: Sitemap ist nicht gleich Sitemap.

Am Geläufigsten dürfte die „gewöhnliche“ Sitemap sein, mit der Besucher einer Website auf dieser einfacher navigieren können, indem ihnen auf einen Blick die vollständige Seitenstruktur angezeigt wird. Denselben Zweck verfolgen so genannte XML-Sitemaps – mit der Ausnahme, dass sie sich nicht an menschliche Besucher, sondern an Suchmaschinen richten.
 

Welchen Vorteil bietet eine XML-Sitemap für Suchmaschinen

Auch in einer XML-Sitemap wird die komplette Struktur einer Website abgebildet, und zwar – wie der Name schon sagt – im XML-Format. Diese Datei wird dann im Hauptverzeichnis der Website hinterlegt und bei Suchmaschinen eingereicht.

Doch ist das überhaupt notwendig? Finden Crawler nicht auch ohne Hilfe alle Unterseiten? Die Antwort lautet: Manchmal ja und manchmal nein. Letzteres kommt vor bei sehr verschachtelten Websites oder bei solchen, bei denen ausschließlich JavaScript zum Navigieren verwendet wird und die Ziel-URLs nicht als HTML-Code hinterlegt sind. JavaScript kann von den meisten Suchmaschinen nämlich noch nicht ausgelesen werden. So bleiben Unterseiten möglicherweise unberücksichtigt und sind in der jeweiligen Suchmaschine nicht auffindbar.

Wie erstelle ich eine XML-Sitemap für Suchmaschinen?

Im Internet gibt es diverse Generatoren, die Ihre Website kostenfrei crawlen und daraus automatisiert eine XML-Datei erstellen (z. B. hier). Die fertige Datei müssen Sie dann auf Ihren Computer herunterladen und von dort aus in das Hauptverzeichnis Ihrer Website hochladen (z. B. http://www.example.com/sitemap.xml). Wichtig: wie Suchmaschinen-Crawler sind auch Sitemap-Generatoren nicht unfehlbar. Öffnen Sie die Datei deshalb vor dem Upload mit einem Texteditor und prüfen Sie stichprobenartig, ob auch Unterseiten tiefliegender Hierarchieebenen enthalten sind. Falls nein, tragen Sie diese per Hand nach – natürlich unter Berücksichtigung des XML-Formats. Nach dem Hochladen der XML-Sitemap können Sie diese bei Suchmaschinen einreichen, bei Google beispielsweise über die Google Webmaster-Tools.

Fazit

Dass Unterseiten im großen Stil von Suchmaschinen-Crawlern unentdeckt bleiben, ist zwar nicht die Regel, kommt aber dennoch immer wieder vor. Wer sichergehen möchte, dass seine Website vollständig gecrawlt wird, sollte daher eine XML-Sitemap anlegen.

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Jochen Moschko

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Jochen Moschko
SEO & QS-Manager
Jochen Moschko arbeitet in den Bereichen Suchmaschinenoptimierung und Qualitätssicherung bei der FAIRRANK GmbH.