Wie setze ich meinen Blog idealerweise auf?

Blog
© Rawpixel

Diese Frage wird uns häufig gestellt. Grund genug für uns, diesem Thema einen eigenen Beitrag zu widmen!

Wer einen Blog betreibt, verfügt über ein gutes Instrument, um mithilfe qualifizierter Beiträge interessierte Leser und Nutzer anzuziehen. Wer regelmäßig über interessante Themen schreibt und seinen Lesern somit einen Mehrwert bietet, hat gute Chancen, seine Besucher an sich zu binden sowie neue anzuziehen. So viel steht fest.

Doch wie setzt man einen Blog aus technischer Sicht idealerweise auf? Hier existieren verschiedene Möglichkeiten. Stellen wir uns vor, unsere eigene Domain lautet www.meine-firma.tld und diese soll nun um einen Blog erweitert werden:

Möglichkeit Nr. 1:

Man bringt den Blog in einer Subdomain unter: blog.meine-firma.tld

Möglichkeit Nr. 2:

Man bringt den Blog in einem Unterverzeichnis unter: www.meine-firma.tld/blog/

Möglichkeit Nr. 3:

Man legt für den Blog eine separate Domain an: www.meine-firma-blog.tld

Die Antwort lautet...

...dass man im Vorfeld gründlich evaluieren sollte, welche dieser Möglichkeiten die Effektivste ist:

Im Grunde genommen wird eine Subdomain (Möglichkeit Nr. 1) von Suchmaschinen behandelt wie ein Unterverzeichnis (Möglichkeit Nr. 2). Allerdings wird sie stärker als eigenständiger Bereich gewichtet, als es bei einem Unterverzeichnis der Fall ist. Von daher dürfte es sinnvoll sein, seinen Blog in ein Unterverzeichnis zu legen, damit die Suchmaschine den Content mit den anderen Inhalten der Website assoziiert.

Die Website dürfte bei der Verwendung eines Unterverzeichnisses stärker von dem zusätzlichen Content profitieren, als sie es bei der Nutzung einer Subdomain täte.

Eine separate Domain (Möglichkeit Nr. 3) sollte für einen Blog nur in bestimmten Fällen in Betracht gezogen werden, weil der zusätzliche Content hier nicht auf der Hauptdomain liegt. Das Verwenden einer separaten Domain kann jedoch Sinn machen, wenn man beispielsweise einen Shop betreibt – hier steht die Intention im Vordergrund, den Besucher zum Kauf von Produkten zu bewegen. Der Besucher tätigt in der Regel eine sog. „Do“-Anfrage – er sucht gezielt nach einem bestimmten Produkt oder einer Produktgattung. Bei einem Blog handelt es sich aber in erster Linie um Informationsvermittlung. Hier geht seitens des Besuchers in der Regel eine sog. „Know“-Anfrage voraus – er sucht zwecks Wissensbeschaffung nach Informationen. Weil sich beide Arten von Anfragen in ihren Grundfesten unterscheiden, würde in diesem Fall eine Trennung des Blogs von der Hauptdomain Sinn machen. Selbstverständlich sollten in diesem Fall mögliche Vor- und Nachteile sorgfältig gegeneinander abgewägt werden.

Und wenn der Blog einmal steht, ist es tabu, fremde Texte zu übernehmen. Das ist nicht nur unter urheberrechtlichen Aspekten gefährlich, sondern sorgt parallel für sog. „Duplicate Content“. Darunter versteht man das Vorhandensein eines Textes in (nahezu) identischer Form an mehreren Stellen im Internet. Stellen Suchmaschinen fest, dass dies bei einem Text der Fall ist, so wird die Relevanz der betreffenden Seiten gesenkt. Die Folge sind in der Regel abfallende Platzierungen. Schreiben Sie für Ihren Blog deshalb eigenständigen Content – das kommt nicht nur bei Suchmaschinen gut an, sondern auch bei Ihren Lesern!


Jochen Moschko

 
Jochen Moschko
SEO & QS-Manager
Jochen Moschko arbeitet in den Bereichen Suchmaschinenoptimierung und Qualitätssicherung bei der FAIRRANK GmbH.