Googles Deal zur Sicherung der Präsenz auf iOS-Geräten

Googles Deal zur Sicherung der Präsenz auf iOS-Geräten
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Unter Berufung auf ein inzwischen gelöschtes Transkript berichtete Bloomberg von einem angeblichen Milliarden-Deal zwischen Google und Apple. Demnach habe eine Oracle-Anwältin in Zusammenhang mit einem Verfahren delikate Einzelheiten zu Protokoll gegeben, die mit der eigentlichen Sache nur bei genauerer Betrachtung im Zusammenhang stehen.

So soll der weltgrößte Suchmaschinenkonzern Hersteller Apple im Jahre 2014 rund eine Milliarde US-Dollar dafür bezahlt haben, dass Google sowohl auf iPhones als auch auf iPads als Standardsuchmaschine voreingestellt wird. Da Google mit AdWords sehr gut verdient, dürfte sich die Investition im Jahr 2014 mehr als bezahlt gemacht haben. Der Konzern verdient pro Jahr etwa 55 Milliarden US-Dollar mit den geschalteten Anzeigen von Werbekunden. Dieser Wert entspricht rund 90 Prozent des Konzern-Umsatzes. Kein Wunder, da Googles Suchmaschine in weiten Teilen der Welt Marktführer ist. In Deutschland liegt der Marktanteil sogar bei über 90 %. Dieser Marktanteil und die Reichweite machen Google zu einer der attraktivsten Werbeplattform überhaupt.

Dieser Fall zeigt einmal mehr deutlich auf, dass es auch von großer Bedeutung ist, welches Betriebssystem Nutzer verwenden. Die Entscheidung, welche Suchmaschine hier jeweils voreingestellt ist, hat offenbar große Auswirkungen auf den Marktanteil der jeweiligen Suchanbieter. Auch unterstreicht es die seit langem existierende These, dass die Kaufkraft von Apple-Nutzern offenbar nicht zu unterschätzen ist.


Jochen Moschko

 
Jochen Moschko
SEO & QS-Manager
Jochen Moschko arbeitet in den Bereichen Suchmaschinenoptimierung und Qualitätssicherung bei der FAIRRANK GmbH.