Anrufe steigern und tracken - die neuen Funktionen von Google AdWords

Anrufe steigern und tracken
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Auf der Suche nach mobiler Information muss für den Smartphone-Nutzer alles schnell gehen. Warum also nicht das Ziel für Werbeanzeigen verfolgen und tracken, was bei der mobilen Nutzung ohnehin am nächsten liegt – der Anruf!

Die zunehmende Digitalisierung treibt die mobile Internetnutzung weiter voran und so nutzten bereits mehr als 50 % der Deutschen im Jahr 2014 das World Wide Web über ihren Mobilfunkanbieter. Das Surfverhalten hat sich mit dem Anstieg der mobilen Nutzung ebenso verändert. Während der Laptop bei vielen die meiste Zeit im Ruhezustand ist, unterliegt das Smartphone einem sehr intensiven Nutzungsverhalten. Knapp 80% (siehe Linke oben) geben als Vorteil des mobilen Internets an, dass die Informationen immer und überall zur Verfügung stehen – ein großes Plus für Werbetreibende, die auf den mobilen Trend reagieren. Als Nachteil werden zumeist Nutzungsmängel wie die geringe Ladegeschwindigkeit, technische Komplexität und ein hoher Akkuverbrauch genannt – die Hürde für die, die mobile Informationen bereitstellen.

Anruftracking mit Google AdWords

Google AdWords bietet mittlerweile sehr umfassende Funktionen zur Erfolgsmessung über Anrufzahlen. Die Anruferweiterung mit dem Click-to-Call-Button für Mobilgeräte ist schon einige Jahre alt. Ähnlich wie bei den anderen Anzeigenerweiterungen wird zusätzlich zur Werbeanzeige die Rufnummer für den Suchenden bereitgestellt. Ist dieser gerade mobil auf die Anzeige gestoßen, kann er mit einem Klick beim Unternehmen anrufen. Das eignet sich vor allem für Unternehmen, die ihre Aufträge hauptsächlich über das Telefon entgegennehmen, wie dem örtlichen Schlüsseldienst oder Pizzaservice. Durch die Google Weiterleitungsrufnummer kann ein Anruf über die Anruferweiterung getrackt werden. Das Anrufconversion-Tracking bezieht sich bei der Anzeigenerweiterung allerdings nur auf Anrufe, die direkt von der Werbeanzeige ausgehen. Sobald der Nutzer sich auf die Webseite geklickt hat und etwa die dort angegebene Rufnummer wählt, ist er für das Tracking über die Anruferweiterung verloren. Das Ziel wurde zwar erreicht, lässt sich aber nicht mehr nachverfolgen.

Um auch diese Nutzer aufzufangen, die erst auf der Webseite zum Hörer greifen, hat Google im vergangenen Sommer das Feature „Anruf-Conversions auf Websites“ eingeführt. Über ein Code-Snippet, der auf der Website eingefügt wird, wird die normale Rufnummer beim Besuch über eine AdWords-Anzeige dynamisch an die Google Weiterleitungsrufnummer angepasst und trackt so die Anrufe, die von Nutzern verursacht wurden, die über eine AdWords-Anzeige kamen, sich aber erst auf der Webseite für einen Anruf entscheiden.

Anruf ist nicht gleich Anruf

Die neueste Funktion, die Google erst vor wenigen Tagen gelauncht hat, sind die so genannten „Call-Only-Campaigns“. Während die beiden vorher genannten Funktionen die Rufnummer zwar bereitstellten jedoch auf einen Klick auf die Anzeige abzielen, geht es bei den neuen Anrufanzeigen ausschließlich um Anrufe. Sie werden nur auf Mobilgeräten geschaltet, die eine Anruffunktion haben und können durch noch genauere Call-to-Action die Zielgruppe zu einem Anruf ermutigen. Mit einem Klick auf die mobile Anzeige wird, statt auf die Webseite weiterzuleiten, ein Anruf auf dem Mobiltelefon ausgelöst.

Fazit

Die Analysewerte sind für Anruftracking ebenso schon sehr umfangreich und bieten so die Möglichkeit, Erfolge zu messen und Veränderungen zu beobachten. Während man sich unter „Spalten“ die Anrufdetails wie Impressionen, Anrufe, Anrufkosten und den durchschnittlichen Cost-per-Call (CPP) anzeigen lassen kann, gibt der Tab „Dimensionen“ Einblick in weitere Details. Dabei handelt es sich um Daten zum Anrufdatum und der Uhrzeit, dem Anfang und Ende des Telefonats, der Dauer des Gesprächs, der Vorwahl der Rufnummer, der Quelle und des Anruftyps.

Die Funktionen für die Steigerung und das Tracking von Anrufen ist bei Google AdWords schon sehr umfangreich. Vor allem für Branchen, die von ihren Kunden hauptsächlich über einen Anruf erreicht werden, sind die Funktionen unabdinglich. Um keine Conversions zu versäumen, empfiehlt es sich jedoch für alle Werbetreibende die Funktionen zum Anruftracking bei Google AdWords zu nutzen.


Madeleine Schwab