Der Trend „Mobile First“ – was bietet Google AdWords?

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In den Jahren von 2008 bis 2013 hat sich die mobile Internetnutzung via Smartphone in Deutschland mehr als verfünffacht. Das Mobiltelefon ist nicht mehr nur das Gerät der Zukunft, sondern das Medium der Gegenwart. Tablet und Smartphone sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie ersetzen die Aktentasche,  den MP3-Player, die Digitalkamera und weitgehend den Desktop-PC.

Fast 40% der mobilen Nutzer greifen über ihr Smartphone mindestens einmal pro Tag auf Suchmaschinen zu.  Für Unternehmen, sowohl lokal als auch global, wird es daher immer wichtiger, auch auf mobilen Endgeräten von der Zielgruppe gefunden zu werden. Wer sich im mobilen Werbedschungel  nicht präsentiert, wird langfristig hinter seinen Mitbewerbern zurückbleiben. Das gilt für alle Branchen, denn das Mobilgerät ist nicht nur hervorragend in der lokalen Suche nach Dienstleistern und Geschäften: Durch die fast uneingeschränkte Anwendbarkeit durch WLAN oder mobile Datenpakete, eignet sich das Smartphone unterwegs bestens für Spontankäufe oder Recherchezwecke.

Google AdWords stellt für die mobile Internetnutzung einige Funktionen bereit, um die Zielgruppe der Unternehmen, sowohl Lokaldienstleister als auch Onlineshop-Betreiber, zu erreichen.  Da noch nicht jeder die Notwendigkeit mobiler Kampagnen erkannt hat, ist der durchschnittliche Klickpreis (CPC) meist noch geringer. Dadurch kann sich der Werbetreibende bei begrenztem Budget mehr Klicks leisten. Außerdem werden in der Summe weniger Anzeigen ausgespielt. Das bedeutet im Detail, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Klick auf die Anzeige Ihres Unternehmens erheblich steigt. Und das führt wiederum zu besseren Klickraten in Ihrem Konto.

Eine mobile Ausrichtung der Google AdWords-Kampagnen wird immer mehr zur Notwendigkeit. Mobil erfolgt die Ausstrahlung der Werbeanzeigen – je nach gewähltem Netzwerk –  in den Suchergebnissen, in Apps oder auf Content Websites. Verfügt der Werbetreibende bereits über bestehende Google AdWords-Kampagnen, sollten diese mindestens mit mobilen Komponenten ergänzt werden. In vielen Fällen lohnt sich die Erstellung einer eigenen mobilen Kampagne. Folgendes sollten Sie dabei beachten:  

  • Mobile Anzeigen umfassen alle üblichen Funktionen und können sowohl im Suchnetzwerk als auch im Displaynetzwerk geschaltet werden.
  • In den Kampagneneinstellungen sollte im Tab Geräte eine Gebotsanpassung für Mobilgeräte vorgenommen werden. Dadurch können Sie steuern, auf welchem Gerät Ihre Anzeige bevorzugt ausgespielt wird.
  • Beim Erstellen der Anzeigen kommt es nicht nur darauf an, diese für Mobilgeräte zu optimieren. Ein Anzeigentext, der genau auf die Nutzer unterwegs abgestimmt ist, wird mit einer höheren Wahrscheinlichkeit angeklickt. Für den Kunden ist die Information, dass sich das nächste Ladengeschäft in seiner Nähe befindet, viel relevanter, als z. B. das kostenlose Probeabonnement.
  • Bei der Erstellung der Keywords sollte eine möglichst hohe Relevanz zu Anzeigentext und Webseite gegeben sein. Bei lokalen Kampagnen bietet es sich an, Ortsangaben mit einzubuchen, z. B. Schuhladen Köln. Dies gilt aber nicht zwingend für alle mobilen Kampagnen.
  • Um den User nach einem Klick auf Ihre Anzeige nicht wieder abzuschrecken, sollten Sie ihn auf eine Webseite leiten, die auch für Mobilgeräte optimiert ist. Das kann z.B. eine responsive Landingpage sein, eine spezielle Webseite, die ihr Format je nach Displaygröße anpasst.

Anzeigenerweiterungen sind zusätzliche Funktionen, die sich auch für mobile Kampagnen anbieten. Je nach Produkt empfiehlt es sich, Sitelinks und die Erweiterung mit Zusatzinformation auf Mobilgeräte auszurichten. Wenn Sie die App-Erweiterung nutzen möchten, ist diese automatisch auf Smartphones und Tablets eingestellt. Ein Klick auf die Erweiterung führt die User direkt in den App-Store.

Die Anruf- und Standorterweiterungen stellen bei mobilen Kampagnen eine sehr nützliche Komponente dar, denn sie sind bei der Suche unterwegs besonders relevant. Haben Sie zum Beispiel einen stationären Verkauf, so ist es für Interessenten maßgeblich, Ihre Adresse zu erfahren.  Bieten Sie eine Dienstleistung an, die über einen Anruf angefordert wird, dann sollte Ihre Telefonnummer in der Anzeige auftauchen. Durch den Click-to-Call, den Klick auf die Telefonnummer in der Anzeige, wird der Nutzer sofort telefonisch zu Ihnen weitergeleitet.

Ein Sonderfall des mobilen Werbens betrifft die Anbieter von Apps. Ihnen stehen über Google AdWords explizit Funktionen zur Verfügung. Im Displaynetzwerk kann z. B. ausgewählt werden, ob für die App Ihres Unternehmens in anderen Apps geworben wird oder die Nutzer über die Anzeige direkt zum Download Ihrer App gelangen sollten. Das Suchnetzwerk bietet die Möglichkeit, eine Anzeige mit Download-Option zu erstellen. Oberhalb des üblichen Texts befindet sich ein Link, der direkt in den App-Store führt.

Ob Unternehmer, Onlineshop oder App-Betreiber – eine mobile Ausrichtung Ihrer Kampagnen wird langfristig unvermeidbar sein, denn die Zahl der mobilen Internetnutzer wird auch weiter stetig steigen. Wer mobile Anzeigen jetzt schon ausprobiert, hat außerdem einige Vorteile gegenüber seinen Wettbewerbern.

 

Madeleine Schwab