Neue Entwicklungen bei Google Street View

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Kategorie: Blog

Nachdem sich der letzte Beitrag mit Google Maps 2.0 beschäftigt hat, möchten wir den Blick heute auf die neuesten Entwicklungen bei Google Street View, einem Bestandteil von Google Maps, richten.

Street View ist ein sehr ehrgeiziges Projekt des US-amerikanischen Konzerns Google. Zahlreiche öffentliche Straßen und Wege wurden von Kamerawagen des Unternehmens aus dem kalifornischen Mountain View bereits fotografiert und online zur Verfügung gestellt. So kann man sich ein Bild von Orten machen, die man beispielsweise in der Zukunft besuchen möchte.

Zahlreiche Länder werden inzwischen nahezu vollständig abgebildet, darunter die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich und Irland, Portugal, Spanien, Frankreich und zahlreiche Länder Osteuropas. In vielen weiteren Ländern, darunter Deutschland, sind die wichtigsten Ballungsräume verfügbar.

Für das Abfotografieren der Straßen kommen handelsübliche PKW zum Einsatz, auf deren Dach eine spezielle 360°-Kamera installiert wird.

Doch das war nur der Anfang. Nachdem 2011 auch eine Eisenbahnstrecke in den schweizerischen Alpen erfasst wurde, sind die Mitarbeiter von Google samt Kamera inzwischen auch unterwegs mit Schneemobilen (z. B. auf Spitzbergen), speziellen Fahrrädern oder zu Fuß mit Rucksäcken oder Trolleys.

In letzter Zeit finden sich daher in Google Street View immer mehr Sehenswürdigkeiten wieder, darunter der Eiffelturm in Paris, der mit drei frei begehbaren Aussichtsplattformen einschließlich der sehr sehenswerten Aussicht enthalten ist, ebenso das Metropolitan Museum of Art in New York.

Von vielen anderen Orten, z. B. dem Palace of Westminster in London oder dem Reichstag in Berlin sind einzelne 360°-Ansichten verfügbar.

Generell werden immer mehr Wege und Orte erfasst, die nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar sind. So kann man sich jetzt auch einen Überblick über das Innenleben diverser Parks, darunter dem Central Park in New York, verschaffen.

Kamera-Rucksäcke werden inzwischen sogar an Freiwillige verliehen, die mit ihrer Hilfe eigene 360°-Aufnahmen von interessanten Orten anfertigen können, die dann anschließend in Street View veröffentlicht werden (das Formular finden Sie hier). Es ist anzunehmen, dass mit der Erfassung abgelegener oder schwer zugänglicher Orte die Abdeckung von Google Street View in absehbarer Zeit immer stärker zunehmen wird.

 

 

Jochen Moschko