Twitter setzt auf personalisierte Werbung

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Kategorie: Blog

Die Social Media-Plattform Twitter ändert ihre Werbetaktik und führte somit Änderungen an ihren „Display Requirements“ (Anzeigevoraussetzungen) und ihren API-Nutzungsrichtilinien (Application Programming Interface - Programmierschnittstellenbedingungen) durch, um in Zukunft auf den Nutzer zugeschnittene Werbung einsetzen zu können. Somit zieht Twitter mit dem Konkurrenten Facebook gleich.

Laut Twitter-Manager Kevin Well soll sich in erste Linie die Qualität der Werbung für den Nutzer verbessern. Zudem wird auf quantitative Werbung verzichtet. Für die Nutzer des populären amerikanischen Netzwerkes ergeben sich daraus zwei erhebliche Veränderungen.

Die gesponserten Tweets auf Twitter werden in Zukunft auf den Daten der Browser-Historie des Nutzers beruhen. Dafür werden die Cookies der Nutzerprofile ausgelesen, um somit eine Cookie ID an die Werbetreibenden übergeben zu können. Es werden laut dem Twitter-Manager Kevin Well jedoch keine persönlichen Daten der Anwender an Werbepartner übermittelt. Lediglich die Cookie IDs der Nutzer sollen verwendet werden, versprach Well in einem Blogeintrag. Außerdem wies Twitter darauf hin, dass die Verwendung von Cookie IDs auch auf anderen Plattformen das Standardprozedere sei.

Benutzer von Twitter, die in ihren Browsereinstellung die Funktion „Do Not Track“ aktivieren, werden von persönlicher Werbung außer Acht gelassen. Dieser Schritt wurde besonders von der bürgerrechtsnahen Vereinigung „Electronic Frontier Foundation“ äußerst positiv eingeschätzt.

Um „Do Not Track“ in Chrome oder Firefox zu aktivieren, müssen folgende Schritte vollzogen werden.
Firefox: Zuerst öffnen Sie Firefox und klicken im oberen linken Bildrand auf den orangen Button „Firefox“. Anschließend klicken Sie auf „Einstellung“. Im nächsten Schritt klicken Sie auf „Datenschutz“ und aktivieren die Option „Websites keine Präferenz zur Verfolgung mitteilen“. (Firefox 22)

Chrome: Als Nutzer von Chrome gehen Sie ebenfalls auf Einstellungen und dann auf „Erweiterte Einstellungen“. Setzen Sie ein Häkchen bei „Do Not Track“.

Die zweite Änderung im Hause Twitter ist die Veränderung der „Display Requirements“. Nutzer unter 13 Jahren werden in Zukunft von jedem Tracking ausgeschlossen.

Außerdem verbietet Twitter jeglichen Download seiner Datensätze und deren gewerbliche Verwendung. Sollten Unternehmen gegen diese Regel verstoßen und automatisierte Funktionen zum Folgen verschiedener Anwender benutzen, wird der Account dieser Unternehmen gesperrt.

Quelle: ZDNET

 

Nic Gottschalk