Neuerung für Händler naht: SEPA-Verfahren

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Am 01. Februar 2014 tritt ein neues Verfahren in Kraft, das eine Neukonfiguration des Zahlungsverkehrs erfordert: das SEPA-Verfahren. Durch die Schaffung eines Einheitlichen Europäischen Zahlungsverkehrsraums (SINGLE Euro Payments Area, kurz: SEPA) möchte die Europäische Union gemeinschaftliche Regeln für den gesamten nationalen und grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr erreichen.

Schon heute sollten Händler sich mit der Umstellung des nationalen Lastschrift- und Überweisungsverfahren beschäftigen. So können Zahlungsausfälle vermieden werden. Fast 40 Prozent aller deutschen Online-Shops bieten Kunden momentan die Zahlung per Lastschrift an.

Für sie ist es unumgänglich ihren Online-Shop rechtzeitig für SEPA anzupassen. SEPA bringt einige Änderungen mit: anstelle von Kontonummer und Bankleitzahl kommen nun IBAN (International Bank Account Number) und BIC (Business Identifier Code) zum Tragen. Beide sind entweder auf Kontoauszügen oder Bankkarten zu finden.

Jedem Kunden wird nun eine Mandatsreferenz zugewiesen, so ist jeder Kunde bzw. sein SEPA-Lastschriftmandat (entspricht der derzeitigen Einzugsermächtigung) beim Händler identifizierbar.  Also Händler muss man zudem eine Gläubiger-ID beantragen. Diese ist kostenlos bei der Bundesbank erhältlich.

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) und der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) haben gemeinsam ein Whitepaper mit allen Änderungen und nötigen SEPA-Vorgaben für den Interaktiven Handel verfasst. Neben allen Informationen zu SEPA bietet das Whitepaper auch eine Checkliste für die Umstellung.

Im deutschen Einzelhandel kann das „klassische“ Elektronische Lastschriftverfahren dank einer speziellen SEPA-Verordnung jedoch noch bis zum 01. Februar 2016 genutzt werden.

Whitepaper Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) und der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh)

Die Deutsche Bundesbank informiert

Alles rund um SEPA auf Wikipedia

 

Ina Tarantina