Adobe Studie: Online Marketing im Rückstand

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Nach dieser Studie verpassen Marketingentscheider effektive Chancen und Werbemöglichkeiten im Internet, da sie auf klassische Medien setzen. In Deutschland und Frankreich erreicht der Werbekanal „Webseiten“ nicht einmal die Top 3 der genutzten Kanäle. Laut der neuesten Studie aus dem Haus Adobe hinkt das Online-Marketing im direkten Vergleich den klassischen Medien hinterher. Im Zuge der Adobe-Studie „Click here: The State of Online Advertising” wurden 1.250 Entscheider aus dem Marketing sowie Verbraucher aus Deutschland, Großbritannien und Frankreich zur Effizienz von Online Marketing befragt.

Nach dieser Studie verpassen Marketingentscheider effektive Chancen und Werbemöglichkeiten im Internet, da sie auf klassische Medien setzen. In Deutschland und Frankreich erreicht der Werbekanal „Webseiten“ nicht einmal die Top 3 der genutzten Kanäle.

Obwohl zwei Drittel aller Deutschen im World Wide Web einkaufen, empfanden 62 Prozent der befragten Personen die Werbung im Internet als ärgerlich. Zwei Drittel der Deutschen präferierten im Übrigen TV-Werbung im Vergleich zum Werbemöglichkeiten des Internets.

Mark Phibbs, Vice President EMEA Marketing bei Adobe erklärte die Problematik des Online-Marketings folgendermaßen:
„Kreative Agenturen haben in den vergangenen Jahrzehnten traditionelle Werbung perfektioniert. Sie ist ein großer Bestandteil unseres täglichen Lebens und wir sind alle mit Fernseh-, Zeitschriften- und Radiowerbung aufgewachsen. Es ist nicht ganz überraschend, dass Online- und Digitalkanäle nicht gleichermaßen erfolgreich sind. Sie bestehen erst seit relativ kurzer Zeit. Aber die digitale Landschaft und die damit einhergehenden Möglichkeiten für Marken ändern sich ständig. Derzeit müssen sie herausfinden, was funktioniert und was nicht. Trotzdem wird aus unserer Studie klar, dass Marken eine Menge tun müssen, um die Aufmerksamkeit des Konsumenten in der digitalen Welt zu erhalten.“

Trotz dieser Erkenntnisse befindet sich das Online Marketing auf dem Weg nach oben. Ein Drittel der Befragten, die schon Social Media-Erfahrungen gesammelt hatten, deuteten an, dass sie bereits einmal für eine Marke „Gefällt mir“ auf der Social Media-Plattform Facebook gedrückt hatten.

Weitere 45 Prozent „liken“ die Marken, bei denen sie regelmäßig einkaufen.

Um Kunden im Internet mit Werbung nicht zu verärgern, sollte man laut der Adobe Studie mehr auf Storytelling setzen: 73 Prozent der Deutschen sind interessiert an einem „Story“. Werbungen sollen demnach eine einzigartige Geschichte erzählen.

44 Prozent der Internetnutzer hatten eine neutrale und 46 Prozent eine positive Einstellung zu personalisierter Werbung.

Außerdem fand die Studie heraus, dass 82 Prozent der Internetnutzer humorvolle Werbung gegenüber einer klassischen „Sex Sells“-Werbung vorziehen würden.


Die komplette Studie von Adobe


Nic Gottschalk