Trend-Studie zum Thema Teilen

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Kategorie: Blog

Das Schweizer Duttweiler Institut (GDI) hat eine Studie zum Thema “Sharity: Die Zukunft des Teilens“ durchgeführt. Zu diesem Zweck wurden 1100 Personen zum Themenbereich “Teilen“ interviewt.

Ein Trend kristallisierte sich deutlich heraus: Das gemeinsame Nutzen von Dingen entwickelt sich zu einem sozialstrukturellen Richtwert. Die Co-Autorin der Untersuchung Karin Frick trifft folgende Aussage: “In Zukunft werden wir noch mehr Dinge mit anderen Menschen teilen (müssen)". Doch warum teilen die Menschen immer mehr miteinander und welche innovativen Sharing-Märkte können dadurch entstehen?

Der Ursprung kommt aus dem Familienleben, zeigt die Befragung der Probanden auf. In erster Linie wird das Teilen im Zusammenleben innerhalb der Familie erlernt: “Wir lernen zu teilen, bevor wir zu kaufen lernen“, formuliert es Frau Frick. Eine Voraussetzung für ein kollektives Zusammensein ist ganz klar das bewusste Verleihen, Mitteilhaben und Weitergeben. Die Studie stellt außerdem fest, dass die gereizte Wirtschaftssituation den “Sharing-Faktor“ noch verstärkt. Einen zu umfangreichen Besitzstand empfinden viele als Hindernis für ein mobiles und flexibles Leben.

Die Hochkonjunktur der gemeinsamen Nutzung haben natürlich auch die Weiterentwicklungen der sozialen Netzwerke möglich gemacht: “Die neuen Online-Märkte vereinfachen das Anbieten und Suchen in bisher ungekannter Weise“, ist die Erkenntnis der Untersuchung. Mithilfe der Social Networks tauschen aktive User am liebsten eigene Erfahrungen aus.

Auf Platz eins stehen Reisetipps, gefolgt von Rezepten, Bastelvorlagen und ebenso Bücher, Musik-CDs und Essen. Auch die Dinge, die nicht selbstverständlich herausgegeben und geteilt werden, nimmt die Befragung in Augenschein. Eindeutig an erster Stelle ist das Bankkonto positioniert. Der private E-Mail-Account, die Zahnbürste und (verblüffend) auch die Unterwäsche sind weitere Felder.

Alles in allem zeigt jedoch die vom Schweizer Duttweiler Institut durchgeführte Erhebung - die Blütezeit von Dienstleistungen, die das Austauschen, Anmieten und Teilen von Gebrauchs- und Konsumgütern ermöglichen, wird sich nicht nur halten, sondern weiter steigen.

Quelle: Gottlieb Duttweiler Institute

 

Hannes Bergmann