Twitter erweitert sein Angebot

Wie wir bereits vor einigen Wochen in unserem Blog berichteten, wächst die Twitter-Community kontinuierlich und gewinnt auch in Deutschland immer mehr Nutzer hinzu. Mit dem aktuellen Update für die mobile Applikation bietet Twitter nicht nur eine neue Foto-Funktion, sondern reagiert auch auf jüngste Vorkommnisse in anderen sozialen Netzwerken.

Die neuen Filter der Twitter-App

 

 

Nach dem Update stehen dem Nutzer der Twitter-App insgesamt acht Filter zur Verfügung, die entweder über einen  Schnappschuss oder auch schon vorhandenen Bildern gelegt werden können. Das Unternehmen Aviary ist fokussiert auf die Erstellung von Foto-Editoren für Android-, iOS- und Windows-Smartphones, die von Entwicklern in ihren Apps integriert werden können und liefert jetzt auch die Filter für die Twitter-App. Außerdem kann in jedem Bild ab sofort die Helligkeit bzw. Belichtung mit einem Auto-Verbesserungstool justiert werden.
 

 

Twitter reagiert damit auf die in der letzten Woche stattgefundenen Handlungen des großen Konkurrenten Facebook.  Im April hatte Facebook den Foto-Sharing-Dienst Instagram aufgekauft und aktuell begonnen, Twitter immer weiter von Instagram auszuschließen. Instagram-Fotos erscheinen seit kurzem nicht mehr in Tweets als Vorschaubilder oder den Fotogalerien der Nutzer. Anstelle der Fotos bekommt man nur eine weiße Fläche zu sehen.

Ein Grund mehr für Twitter neben der Aufrüstung der Fotofunktionen auch eine neue Partnerschaft zu einem Foto-Sharing-Portal zu knüpfen. Hier wurde sich für Pinterest entschieden, eines der zurzeit am schnellsten wachsenden Netzwerke. Pinterest erlaubt jetzt Twitter Cards und das bedeutet für die User, dass sie eingefügte Pinterest-Bilder direkt auf Twitter betrachten können.

Einige Veränderungen, die eine Tatsache ganz deutlich machen: die großen Netzwerke wollen, dass der User alle seine Aktivitäten über ihre Plattform steuert. Ob es Twitter schafft mit dem neuen Foto-Feature und der Pinterest-Partnerschaft zu punkten, neue Nutzer zu bekommen und alte nicht zu verlieren, wird sich zukünftig zeigen.

 

Hannes Bergmann