Negative Google-Vorschläge zum Unternehmen: Was tun?

Wer derzeit "Bettina Wulff" bei Google eingibt, erhält als ersten Vorschlag "Bettina Wulff Prostituierte".  Schlecht fürs Image und rufschädigend, entschied Bettina Wulff und klagte. Doch was, wenn Unternehmen betroffen sind? Nehmen wir an, jemand gibt einen Unternehmensnamen bei Google ein und erhält als Vorschlag eben diesen Unternehmensnamen gefolgt von "Betrug" "schlecht" oder "Bluff". Genau das ist Realität für viele Firmen. Der Einfluss auf die Suchenden war dabei bisher unerforscht.

Wir haben zusammen mit der Revolvermänner GmbH eine Studie durchgeführt, in der 1000 Google-Nutzer genau dies testen mussten: Sie gaben als Suchbegriff ausgewählte Unternehmen ein, die sie nicht kannten und erhielten als Vorschlag "Unternehmensname Betrug". 

Einfluss von Google Vorschlägen

Das Ergebnis: Mehr als ein Drittel wurde skeptisch oder wählte die negativen Vorschläge sogar aus. Zusätzlich gab jeder vierte Proband an, einen negativen ersten Eindruck erhalten zu haben. Ebenfalls über 25% behielten den negativen Begriff, den Google bei der Recherche nach einem Unternehmen vorschlug, in Erinnerung.

Dies zeigt, welchen Einfluss Google nicht nur auf das Image und die Reputation von Personen haben kann, sondern wie negative Kritik das Geschäft eines Unternehmens beeinflussen kann.

Tipps wie Sie negativen Vorschlägen begegnen können

Die Vorschläge von Google werden maßgeblich durch die Sucheingaben bei Google und die im Internet veröffentlichten Texte zu einem Unternehmen beeinflusst. Wenn Suchende häufiger von sich aus den "Unternehmensname Betrug" eingeben, wird Google dies auch irgendwann vorschlagen. Kommen auf unterschiedlichen Seiten, zum Beispiel in Foren oder Rezensionen, zudem häufiger der Name des Unternehmens und ein negativer Begriff wie "Betrug" vor, so wird Google diese Begriffe immer mehr als relevant einstufen. Um dem vorzubeugen, sollte man viel positiven Internet-Inhalt schaffen. Ein gutes Mittel sind Blogbeigträge oder Online-Pressemitteilungen. 

Dieser "Content" hat dabei einen weiteren Vorteil: Er wirkt sich positiv auf die Platzierungen einer Website aus, erhöht die Reichweite eines Unternehmens und verbessert somit die Ansprache neuer Zielgruppen. Im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung sind die Pressetexte vorteilhaft für das Ranking, wenn sie auf die unternehmenseigene Website verlinken und auf seriösen Presseportalen veröffentlicht werden, also qualitative Links darstellen.

Wie Sie das Google-Image Ihres Unternehmens testen können? Ganz einfach: Geben Sie bei Google Ihren Unternehmensnamen ein und sehen Sie, welche zusätzlichen Worte Google Ihnen vorschlägt.