Ab 01.08.2012: Button-Lösung für Onlineshops verpflichtend

Am 02.03.2012 wurde sie im Rahmen von mehreren Änderungen im BGB vom Bundestag verabschiedet, ab dem 01.08.2012 ist sie für alle Betreiber eines Onlineshops verpflichtend: die Button-Lösung! Durch diese Reform soll der Schutz von Verbrauchern vor Kosten- oder Abofallen maßgeblich erhöht werden. Welche Änderungen konkret auf die Betreiber von Onlineshops zukommen, stellen wir hier in einem Überblick vor.

© cirquedesprit - Fotolia.com

Informationen vor Abschluss eines Bestellvorgangs:
Dem Verbraucher muss unmittelbar vor der Absendemöglichkeit einer Bestellung „klar, verständlich und in hervorgehobener Weise“ ersichtlich sein, dass und in welcher Höhe Kosten nach dem Absenden der Bestellung auf ihn zukommen. Auch wesentliche Merkmale zur jeweiligen Ware oder Dienstleistung sowie eventuell vorhandene Mindestvertragslaufzeiten dürfen bei der Informationsübersicht nicht fehlen.

Gestaltung der Schaltfläche (Button)

Wird zum Abschließen des Bestellvorgangs eine Schaltfläche (Button oder anderes grafisches Bedienelement) genutzt, muss zur Kennzeichnung einer Zahlungsverpflichtung diese Schaltfläche mit dem Schriftzug „zahlungspflichtig bestellen“ oder einer anderen entsprechenden eindeutigen Formulierung versehen sein.

Alternativen stellen Beschriftungen wie „zahlungspflichtigen Vertrag schließen“ oder „kaufen“ dar. Welche Variante sich für den jeweiligen Shop am besten eignet, müssen die Betreiber selbst entscheiden. Abstand nehmen sollten Onlineshop-Besitzer allerdings von Formulierungen wie „Bestellen“, „Weiter“, „Bestellung abgeben“ etc.

Damit die Beschriftung des Buttons nicht zum Kleingedruckten mutiert, das der Verbraucher leicht überliest, besagt das Gesetz auch, dass die Buttonbeschriftung „gut lesbar“ sein muss. Das inkludiert natürlich die Verwendung einer kontrastreichen Gestaltung, damit sich die Schrift deutlich vom Hintergrund abhebt.

Platzierung von Informationen und Schaltfläche

Ein guter Platz, um die vom Gesetzgeber geforderten Informationen bereitzustellen, ist beispielsweise die oft schon vorhandene Bestellübersicht, da die Informationen nicht nur vollständig, sondern auch in direktem zeitlichen und räumlichen Zusammenhang mit dem Absenden der Bestellung stehen müssen.

Um diese Richtlinien einhalten zu können sollten die Pflichtinformationen direkt vor dem Button, der die Bestellung auslöst, bereitgestellt werden. Zudem sollten keine „trennenden Gestaltungselemente“ die Vertragsinformationen und den Bestellbutton unterbrechen, da durch z. B. einen langen Scrollvorgang der räumliche Zusammenhang zwischen Informationen und Zahlungsverpflichtung nicht mehr gewährleistet ist.

Fazit: Shopbetreiber sollten sich umfassend über das Gesetz informieren und umgehend prüfen, ob sie die Anforderungen des Gesetzes zur Button-Lösung bereits erfüllen oder wo Nachholbedarf herrscht. Ansonsten kann es zu Abmahnungen und noch nicht vorhersehbaren Konsequenzen kommen.

Umfangreiche Informationen zur Button-Lösung bietet das Whitepaper von Trusted Shops.